Lokales

Der erste Blick soll überzeugen

Kirchheims Stadteingänge sollen schöner werden, darüber sind sich Stadtverwaltung und Gemeinderat grundsätzlich einig. In jüngster Sitzung wurde eine entsprechende Konzeption zur Kenntnis genommen und die mit den Stadteingängen und einem damit verbundenen Leitsystem verbundenen Kosten in Höhe von rund 230 000 Euro.

WOLF-DIETER TRUPPAT

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KIRCHHEIM Planungsamtsleiter Dr. Oediger rief zunächst kurz in Erinnerung, dass sich die Stadt Kirchheim schon Ende der 80er-Jahre mit dem Erscheinungsbild der Stadteingänge befasst habe. Im Lauf der Jahre hat sich ihr Erscheinungsbild teilweise durch Neubauten verändert oder einzelne Standorte können auch durch die erforderlich gewordene Demontage einzelner Schilder stellenweise nicht verleugnen, dass sie inzwischen doch "etwas in die Jahre gekommen" sind.

Dass die Stadteingänge einer Erneuerung und Ergänzung bedürfen, wurde dabei von niemand in Frage gestellt. Da sie insgesamt "in sehr unterschiedlicher Intensität gestalterische Defizite aufweisen" und ihrer Funktion der Begrüßung, der Information und der prägnanten Ausbildung eines Übergangs zwischen der freien Landschaft und dem bebauten Bereich mehrheitlich nicht mehr gerecht werden, nahm sich ein Kirchheimer Architekturbüro gemeinsam mit einer ebenfalls hier ansässigen Werbeagentur der Frage an, wie sich Kirchheim künftig besser, zeitgemäßer und vor allem auch einheitlicher darstellen kann.

Erarbeitet wurde ein gesamtstädtisches Konzept zur Akzentuierung der Stadteingänge, zur Schaffung eines gesamtstädtischen Leitsystems und zur Beschilderung der historischen Sehenswürdigkeiten in der Altstadt. Die Gremiumsmitglieder zeigten sich insgesamt sehr angetan von der von Dr. Oediger vorgestellten Konzeption und vor allem auch von der Optik der "in edlem multifunktionalem Blau" gestalteten Einzelelemente. Die nun vorgelegte und vom Ratsgremium einstimmig auch abgesegnete Konzeption gliedert sich dabei in drei Stufen. Nach der Analyse, Bewertung und Gewichtung der festgestellten Defizite sollen zunächst drei Stadteingänge als Vorentwurf detailliert erarbeitet werden, um eine genaue Vorstellung der vorgesehenen Ausführung zu erhalten.

In einem dritten Schritt soll schließlich ein baukastenartiges System für die Aufstellung von Informationstafeln und einem Leitsystem sowie ihre grafische Gestaltung erarbeitet werden. Die Verwaltung wurde darüber hinaus beauftragt, einen Bürgerinformationsabend durchzuführen, an dem sich interessierte Bürger schon vorab einen Eindruck vom künftigen Erscheinungsbild der für die Begrüßung und Information der Gäste der Stadt ausgewählten Elemente bilden können.