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Der erste Esslingerauf dem Mond

ESSLINGEN Er war der erste Esslinger auf dem Mond zumindest dem Namen nach: Dem 1723 geborenen Mathematiker, Kartografen und Astronom Tobias Mayer widmet die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen die 17. Prägung der Kunstmedaillen-Reihe zur Wirtschafts- und Stadtgeschichte Esslingens.

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Tobias Mayer war 19 Jahre lang Esslinger und erlebte in der Reichsstadt seine Schul- und Jugendzeit. Das mit einer außergewöhnlichen zeichnerischen Begabung ausgestattete Talent schuf schon als Sechzehnjähriger den ersten Stadtplan Esslingens. Der Ruhm von Mayers kartografischer Pionierleistung, der ersten Mondkarte mit Mondkoordinaten, hält bis heute an eine ganze Gruppe von Mondkratern wurde 1790 nach ihm benannt.

Der Medailleur Victor Huster greift mit der 134 Gramm schweren Silbermedaille Mayers Leben und Werk auf. Ganz im Sinne der Bestrebungen des Forschers, Erde und Mond genau zu vermessen, hat Huster den Medaillenkörper linsenförmig gestaltet. Dessen von einem britischen Kriegsschiff dominierte Vorderseite verweist auf Mayers bekannteste Leistung: die nahezu fehlerfreie Bestimmung des Längengrades. Die Rückseite gibt collageartig Lebensdaten und Porträt des Wissenschaftlers sowie eine Reproduktion des Esslinger Stadtplanes von 1739 wieder.

Die Silbermedaille mit ihrem Durchmesser von 50 Millimeter erscheint in einer limitierten Auflage von 300 Stück.

pm