Lokales

Der Feuerwehrnachwuchs macht "klasse Job"

Reibungslos hat die Bissinger Feuerwehr im vergangenen Jahr einen Kommandanten- und damit auch gleichzeitig einen Generationenwechsel bewältigt. Doch nicht nur deshalb muss ihr um die Zukunft nicht Bange sein. Mit 17 Jungs und vier Mädchen stellt sie eine der stärksten Jugendfeuerwehrtruppen im Kreis.

RICHARD UMSTADT

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BISSINGEN Egal, ob es im Ochsenwanger Jugendraum brennt, in einem Gartenhaus oder im Häckslerraum einer Holzbaufirma Feuer ausbricht, die Baumstämme am Skaterplatz glimmen, ein Maibaum gesichert und der abgesägte professionell abtransportiert oder ein gefiederter Freund mit Verdacht auf Vogelgrippe vorschriftsmäßig eingetütet werden muss, die Bissinger Feuerwehr leistet rasch und effektiv Hilfe. So geschehen im vergangenen Jahr, wobei auch die sattsam bekannten Ölunfälle ihre Spuren im Bericht des neuen Kommandanten Bernhard Greiner hinterließen. Erfreulicherweise konnte er hinter dem Begriff "Fehlalarme" die Zahl Null vermerken.

13 EinsätzeInsgesamt 13 Mal mussten die Bissinger Floriansjünger 2006 ausrücken. Dabei bedeutete die "Unglückszahl" für sie kein schlechtes Omen. Im Gegenteil, alle 41 Aktiven kehrten wohlbehalten wieder nach Hause zurück. Dies gilt übrigens auch für die 20 Feuerwehrleute der Abteilung Ochsenwang, die 2006 fünfmal alarmiert wurden, wie Abteilungskommandant Hans-Peter Feller berichtete.

Einen "klasse Job" machen die Leiter der Jugendfeuerwehr. Dies bescheinigte ihnen auch Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich. Dabei stehen die jungen Blauröcke in Bissingen den alten, was die Aktivitäten betrifft, in nichts nach. Das belegte Abteilungsleiter Armin Holder in seinem Bericht: 37 Übungen und Veranstaltungen standen auf dem Jahresprogramm der Jugendfeuerwehr. Ein ebenso unverzichtbarer Bestandteil der Bissinger wie der Ochsenwanger Wehr sind deren Altersabteilungen, die sich nicht nur um die Hydranten im Ort kümmern, sondern auch um die Geräte- und Kameradschaftspflege. Die Bissinger Alterswehr erhielt durch Franz Pauling und Karl Friederich neuen Zuwachs.

Mit der Neubesetzung der Führungsmannschaft der Bissinger Wehr trat ein Generationenwechsel ein. Karl Weil gab nach 15 Jahren sein Amt als Abteilungs- und Gesamtkommandant der Feuerwehr von Bissingen in jüngere Hände.

Auch StellvertreterEbenso hielt es Weils Stellvertreter Helmut Sieger. Bernhard Greiner und Alex Gölz folgten ihnen nach und, wie Bürgermeister Wolfgang Kümmerle erfreut feststellte, identifizieren sich voll mit ihrer Aufgabe. "Manchmal geht es ihnen nicht schnell genug, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut", mahnte der Verwaltungschef zur Geduld.

Nach 17 Jahren großen Engagements gab Kassier und Schriftführer Gunter Möhl sein Amt ab. Ihm folgen Ekkehart Stiefelmeyer, Jürgen Merkle und Reiner Schaufler.

Auch in der Ochsenwanger Wehr wollen Hans-Peter Feller und Herbert Schmid nach einer Interimszeit von zwei Jahren die Führung in jüngere Hände legen.

PlanungenBissingens Bürgermeister informierte die Feuerwehrleute in der Hauptversammlung darüber, dass sich der Gemeinderat in dieser Woche mit dem Feuerwehrbedarfsplan beschäftigen wird. Auch werde, nachdem nun die digitale Alarmierung der Wehren läuft, auf Bundesebene ein einheitliches System für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben geplant. Die Kommunen sollen dazu die Standorte für Richtfunkantennen bereitstellen. "Hier sind wir mit dem Landratsamt im Gespräch", teilte Wolfgang Kümmerle mit.

Der Bürgermeister dankte der Bissinger und Ochsenwanger Wehr für ihre aufopferungsvolle Aufgabe und versicherte: "Wir stehen voll hinter Ihnen und sind stolz auf unsere Feuerwehrleute."

Gute AusbildungDieser Meinung schloss sich auch Kreisbrandmeister Dittrich an, der der Bissinger Gesamtwehr eine gute Ausbildung bescheinigte und wusste, dass diese im Verbund mit einer ebenso guten Schutzkleidung erheblich dazu beiträgt, Unfälle zu vermeiden. Da technische Hilfe rund 75 Prozent der Feuerwehreinsätze ausmacht, will der Kreisbrandmeister diesen Bereich stärker darstellen.

Bürgermeister Kümmerle und Kreisbrandmeister Dittrich ehrten für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst Eckhard Stiefelmeyer und Bernhard Greiner.

40 Jahre dabeiFür seinen 40-jährigen aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wurde Herbert Braun mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold und einer Urkunde ausgezeichnet.