Lokales

„Der Geopark ist wichtig für den Tourismus“

Vertreter der zehn Alb-Landkreise und des Tourismusverbands Schwäbische Alb trafen sich zur Gründungsversammlung des Vereins Geopark Schwäbische Alb. Den Kreis Esslingen repräsentierte dabei der Erste Landesbeamte Matthias Berg.

Anzeige

Kreis Esslingen. Mit dem Verein tritt der Geopark in eine eigenständige Trägerschaft und finanzielle Unabhängigkeit. Der Geopark Schwäbische Alb ist einer von elf durch die Alfred-Wegener-Stiftung und das Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichneten Geoparks in Deutschland (2002) und einer von 32 europäischen Geoparks unter der Schirmherrschaft der ­UNESCO (2004).

Die Mitglieder wählten als Vorsitzenden des Vereins den Ersten Landesbeamten Hartmut Melzer aus dem Alb-Donau-Kreis, seine Stellvertreter sind Reutlingens Landrat Thomas Reumann und Landrat Klaus Pavel (Ostalbkreis).

Die Gründung des Vereins wurde beschlossen, nachdem sich abzeichnete, dass der Tourismusverband, der seit 2004 Träger des Geo­parks ist, die zusätzliche finanzielle Last und die vielfältigen Aufgaben in der Geopark-Arbeit alleine nicht mehr schultern kann. Eine gesicherte Finanzierung und damit eine längerfristige Planungssicherheit wurde auch von der Evaluation im Sommer 2007 durch das Europäische Geopark Netzwerk und die UNESCO gefordert. Daher beschlossen die Landräte und Landkreisvertreter, einen Verein für den Geopark zu gründen. „Dass sich alle zehn Landkreise und der Tourismusverband auf einen eigenständigen Geopark-Verein geeinigt haben, zeigt, wie wichtig der Geopark für den Tourismus und die Regionalentwicklung der Schwäbischen Alb ist“, so Hartmut Melzer, „das Geo-Profil der Schwäbischen Alb wird zukünftig eine noch größere Rolle spielen.“

Die Geschäftsstelle des Vereins mit anderthalb Stellen wird in Münsingen im Alten Lager in unmittelbarer Nachbarschaft mit der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets eingerichtet, um bestmöglichste Synergien zu erzielen. Die zehn Landkreise und der Tourismusverband Schwäbische Alb werden künftig in einem Arbeitsausschuss den Geopark weiter entwickeln. Ein interdisziplinärer Beirat, in dem Wissenschaft, Wirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, Geotopschutz, Tourismus und ein Vertreter des Netzwerks der Geopark-Infostellen zusammenwirken, unterstützt zudem die Arbeit des Vereins.

Geoparks als Teil eines von der UNESCO unterstützten weltweiten Netzwerks sind Gebiete mit landschaftlichen und geologischen Besonderheiten. Der Schwerpunkt der Geopark-Initiative liegt darin, Regionen mit einer einzigartigen Landschaft, besonderen Fossil- oder Mineralfundstellen oder bedeutenden geologischen Formationen und einem bedeutenden archäologischen Erbe der Öffentlichkeit näherzubringen. Das geologische Erbe wird damit Bestandteil von Tourismusförderung und Regionalentwicklung. pm