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Der Gesichtsausdruck zeigt, "dass Bewegung Freude macht"

"Kinder unsere Zukunft Kirchheim in Bewegung". So lautet das Motto der Sportentwicklungskonzeption, die auf das Landeskinderturnfest 2003 zurückgeht. Die Konzeption hat inzwischen erste Früchte getragen, weil Kirchheimer Einrichtungen vor zwei Wochen in Karlsruhe ausgezeichnet wurden (wir berichteten).

ANDREAS VOLZ

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KIRCHHEIM Den Geldpreisen, die der Haldenkindergarten Ötlingen, die Kindertagesstätte und der Kirchheimer Aichelberg-Kindergarten beim Wettbewerb "Bewegungsfreundlicher Kindergarten" in Karlsruhe gewonnen haben, hat sich nun ein weiterer Geldsegen hinzugesellt: Gestern haben die Regionalbereichsleiter Werner Löffler und Dietmar Ederle im Kirchheimer Rathaus einen Scheck der Stiftung Kreissparkasse in Höhe von 1 500 Euro überreicht. Mit dem Geld sollen verschiedene bewegungsfördernde Geräte beispielsweise Pedalos angeschafft werden, die dann jeweils für ein paar Wochen in Kirchheimer Kindergärten und Grundschulen reihum Station machen.

Werner Löffler lobte das Projekt "Kinder in Bewegung" ausdrücklich und bezeichnete es in drastischen Worten als einen "Weg, der zunehmenden Fettleibigkeit bei Kindern zu Leibe zu rücken". Dazu gelte es, das Bewusstsein bei Eltern und Kindern nachhaltig zu verändern, führte Stephan Scheel vom Schwäbischen Turnerbund aus, der viele verschiedene Kommunen bei ihren "Kinder unsere Zukunft"-Projekten unterstützt. "Wichtig ist, dass der Impuls aufgenommen und die Konzeption zur eigenen Idee gemacht wird." Beim Pilotprojekt in Kirchheim sei dies hervorragend gelungen.

Die gute Kooperation aller Beteiligten war dabei ein wesentlicher Faktor, wie Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker erläuterte.

Die Konzeption mit Leben zu füllen, sei Aufgabe des Lenkungsausschusses gewesen, "der aus Vertretern von Kindergärten, Schulen, Vereinen und der Stadtverwaltung besteht und beständig an der Weiterentwicklung für ein ,Mehr' an Bewegung für Kinder arbeitet".

Wie Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben können und trotzdem lernen, sich an Regeln zu halten, schilderte Ellen Jahke, die Leiterin des Haldenkindergartens. Dort gibt es einen eigenen "Bewegungsraum", in dem Kinder auch auf die Tische steigen dürfen, was in allen anderen Räumen nicht gestattet ist. Von besonderen Höhenerfahrungen des Kirchheimer Nachwuchses berichtete auch Tina Glanz von der Kindertagesstätte. Da springen selbst Kinder unter drei Jahren regelmäßig Trampolin: "Man merkt dann schon am Gesichtsausdruck, dass die Bewegung Freude macht."