Lokales

Der Kampf gegen die Straßensenke

Ein schlecht funktionierender Wasserschacht macht den Anwohnern in der Holzmadener Uhlandstraße das Leben schwer. "Ständig Pfützen und Glatteis", klagen die Betroffenen, die ihrem Ärger auf der jüngsten Gemeinderats-Sitzung Luft machten.

ALEXANDER KAPPEN

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HOLZMADEN Auf dem Programm der Holzmadener Gemeinderatssitzung stand unter anderem das leidige Thema einer Schachtsanierung am Beginn der Uhlandstraße direkt vor der Schule. Seit rund fünf Jahren häufen sich Klagen, dass dort nach jedem Regen riesige Wasserlachen entstehen würden. Im Laufe der Zeit hat sich die Straße an ihrem Beginn abgesenkt, der erste Schacht liegt dadurch etwas erhöht und nimmt kaum noch Regenwasser auf.

Bereits zweimal versuchte eine auswärtige Tiefbaufirma, den Straßenabschnitt um den betreffenden Schacht schon zu ebnen ohne Erfolg! "Nach einem Regen waten wir nach wie vor durch riesige Pfützen, bis wir in unserem Haus sind. Im Winter bildet sich gefährliches Glatteis vor unserem Haus und auf der Straße", schimpfte eine betroffene Anwohnerin.

Gemeinderatsmitglied Susanne Singer von der Holzmadener Bürgerliste schlug vor, die betreffende Firma in die Verantwortung zu nehmen: "Zweimal haben die bereits auf unsere Kosten gearbeitet, zweimal nicht richtig. Eigentlich sollten die den Schacht ein drittes Mal richten, aber dieses Mal auf eigene Rechnung." Der in die Gemeinderatssitzung geladene Tiefbauexperte, Claus Braun vom Stadtbauamt Weilheim, der den Schacht unter die Lupe genommen hatte, verwarf diesen Vorschlag aber wieder: "Die Firma hat streng nach Vorschrift gearbeitet. Man kann sie zu nichts verdonnern." Der Gemeinderat diskutierte zunächst zwei Lösungsvarianten: Entweder solle man die gesamte Uhlandstraße aufreißen und eine Straßenneigung in Richtung des Schachtes anlegen. Geschätzte Kosten: rund 20 000 Euro. Oder aber man beschränkt sich darauf, nur die halbe Straße aufzureißen und eine Neigung anzulegen. Kosten: immer noch stolze 10 000 Euro.

Thomas Benz (Holzmadener Bürgerliste) lehnte beide Varianten ab und hatte einen anderen Vorschlag parat: "Das ist alles viel zu kostspielig und risikoreich. Kostengünstiger wäre es doch, nur die Mulde direkt vor dem Schacht zu füllen." Die Kosten dafür würden wohl nicht einmal tausend Euro betragen. Der Gemeinderat beschloss diesen Vorschlag dann auch einstimmig. Bleibt abzuwarten, ob sich das Problem so einfach beheben lässt, da die betreffende Tiefbaufirma genau dies bereits zweimal erfolglos versucht hat.