Lokales

Der Neckar und seine Attraktionen

Bereits zum dritten Mal trafen sich Mitglieder des Kirchheimer Trachtenvereins zu einer großen Radtour über drei Tage. Diesmal ging es mit Rädle nach Heidelberg.

KIRCHHEIM Als am Freitagmorgen der Wettergott nach durchregneter Nacht voll auf der Seite der Radfahrer war, ging es mit kleinem Gepäck und viel guter Laune ab Ötlingen der Lauter entlang in Richtung Neckar. Sich vom Alb-Panorama abwendend, führte die Route in das großstädtische Umfeld von Stuttgart. Alexander von Hunboldt schrieb einst: Die idyllische Lage brachte Stuttgart den Ruf ein, eine der sieben schönsten Städte der Welt zu sein.

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Und dann kommt der Weinbau zu seinem Recht. Das Terrain gehört jetzt Riesling, Trollinger und Lemberger, berühmten Rebsorten, die auf Terrassen entlang des Neckars gedeihen. Auch die "Saddelpfurzer" haben es sich nicht entgehen lassen, mal eine Viertele zu "schlotzen". Einige Pausen machten die erste Etappe von 90 Kilometern bis Lauffen am Neckar erträglicher, denn neben Gegenwind und Sturzflug waren auch Schmerzen des verlängerten Rücken an der Tagesordnung.So war es für die Meisten von Vorteil, sich das Viertele auf den Abend aufzuheben, denn unbelastet gab es viele Sightseeing-Möglichkeiten wie die Barockstadt Ludwigsburg, die Schillerstadt Marbach, Besigheim und seine Felsengärten oder das Hölderlin-Haus in Lauffen. Hier haben der Adel, Dichter und Denker eine Fülle von Spuren hinterlassen.

Die zweite Etappe von Lauffen bis Eberbach brachte den Radlern mehr Sonnenstrahlen am Pfingstsamstag, in Heilbronn Kultur auf Schritt und Tritt mit dem Käthchenhaus oder dem Götzzentrum, und die Landschaftsbilder jeweils mit Neckar haben stimmungsvolle Abwechslungl zu bieten.

Beim Eintritt des Flusses in den Odenwald säumen schroffe Sandsteinfelsen das Flusstal. Neckarsulm bietet das Zweiradmuseum und Kochendorf ein Salzbergwerk, Erinnerungen an Burg Guttenberg werden wach und die wunderschöne alte Stadt Bad Wimpfen säumen den Neckartalradweg. Wieder wurden 80 Kilometer weggestrampelt um danach in geselliger Runde einen gemütlichen Abend zu erleben.

Die letzte Etappe über Neckarsteinach mit den vier Burgen lässt fünf Kilometer vor Heidelberg den Radweg enden. Im Schlussspurt geht es neben der Hauptstraße in die alte Universitätsstadt. Ein romantisches Gesamtkunstwerk wie der Neckar selbst wartet auf die Radler und schöne Tage enden mit dem Baden-Württemberg-Ticket für die Bahn in Richtung Heimat an die Lauter.

mh