Lokales

Der neue Kämmerer ist ein alter Bekannter

Der neue Stadtkämmerer ist ein alter Bekannter im Kirchheimer Rathaus: Herbert Sedlaczek-Kohl hat seine Verwaltungslaufbahn im Jahr 1973 in der Teckstadt begonnen und verwaltete ab 1975 sechs Jahre lang die Stadtkasse. Jetzt kehrt der 54-Jährige zu seinen Wurzeln zurück. Nach einer überzeugenden Vorstellung wählte ihn der Gemeinderat gleich im ersten Wahlgang zum Nachfolger von Stadtkämmerer Remshardt.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM Im Ratsrund warf Sedlaczek-Kohl einerseits pauschal seine langjährige Erfahrung im kommunalen Finanzwesen in die Waagschale. Andererseits vermochte er aber auch, detailliert ausgefeilte Überlegungen zur Umsetzung des neuen kommunalen Haushaltsrechtes in Kirchheim zu präsentieren. Überzeugend führte er aus, wie die Kirchheimer Verwaltung in zeitlichem Zusammenhang mit gefestigten gesetzlichen Vorgaben zum doppischen Produkthaushalt finden könnte.

Bei seinem Vorschlag zum schrittweisen Vorgehen kamen dem Finanzfachmann erkennbar zwei Tatsachen zugute: Zum einen lebt Sedlaczek-Kohl in Kirchheim, sodass er mit den Verhältnissen vor Ort bestens vertraut ist. Zum anderen läuft so manche derzeit aktuelle Weichenstellung im Esslinger Rathaus, wo der künftige Stadtkämmerer die Abteilung Haushaltswesen leitet, parallel zur Entwicklung in Kirchheim. Von 1981 bis 1990 hatte der Finanzexperte als Kämmerer in Denkendorf gewirkt.

Sedlaczek-Kohl führte seine Begleitung des Verwaltungsreformprozesses in Esslingen als Empfehlung für seine Fachkompetenz ebenso ins Feld wie seine langjährige Verantwortung in Sachen Kassen- und Geldgeschäften sowie die Mitverantwortung für die Finanzen einer Kommune. Der 54-Jährige überzeugte die Räte gleich im ersten Wahlgang. 24 von 32 Abgeordneten votierten in geheimer Abstimmung für Herbert Sedlaczek-Kohl. Die restlichen acht Stimmen entfielen auf Markus Walter und Stephan Dumas. Wie der Gewählte auch, hatten sie sich im Bewerberfeld bereits in der nichtöffentlichen Vorstellungsrunde qualifiziert.

Herbert Sedlaczek-Kohl wird nun im Sommer in die Fußstapfen von Hans-Albrecht Remshardt gehen. Er hatte die Finanzen der Stadt fast zwei Jahrzehnte lang unter seinen Fittichen und geht zum August in den Ruhestand. 1975 kam er als stellvertretender Stadtkämmerer nach Kirchheim und arbeitete damals kurz mit seinem künftigen Nachfolger zusammen. 1988 übernahm Hans-Albrecht Remshardt die Leitung der Kirchheimer Stadtkämmerei.