Lokales

Der Nikolaus fand nur brave Kinder

In gemütlicher Atmosphäre ließ der Zither- und Akkordeonverein Kirchheim das Jahr bei seiner Winterfeier im Saal der Deula ausklingen, bei der wieder zahlreiche Aktive einen Auftritt hatten.

KIRCHHEIM Eröffnet wurde der gesellige Nachmittag durch ein neu formiertes Trio mit Zither, Akkordeon und Gitarre, das traditionelle Volksweisen zu Gehör brachte. Die Melodika-Kinder unter der Leitung von Inge Ungerer setzten das unterhaltsame Programm fort. Gekonnt und selbstsicher musizierten die Schüler mehrstimmig und heimsten dafür verdienten Applaus ein. Nun trugen die Kinder "Hänsel und Gretel" als Singspiel vor, die kleinen Akteure sangen in passenden Kostümen vor einem liebevoll gestalteten Bühnenbild. Adventsstimmung kam auf, als die beiden Akkordeonschüler Ronny und Philipp unter der Leitung von Ramona Merk ein- und zweistimmige Weihnachtslieder vortrugen.

Anzeige

Mit einer Folge bekannter Melodien von Wolfgang Amadeus Mozart präsentierte sich das Akkordeonorchester unter der Leitung von Herbert Kielnecker. Nach der Popballade "Free World Fantasy" ertönte schließlich, der Witterung zum Trotz, das "Winterwonderland".

Die Gruppenleiter wurden für ihr Engagement während des vergangenen Vereinsjahres geehrt. Besonderer Dank galt der Akkordeonausbilderin Ramona Merk, von der sich der Verein schweren Herzens verabschieden muss, da sie aus beruflichen Gründen wegzieht. Auch für besonders häufigen Probenbesuch und langjährige Mitgliedschaft wurde geehrt. Mit Ehrennadeln bedacht wurden Traute König für 50-jährige, Willi Fuchs für 40-jährige und Claudia Gärtner für 15-jährige aktive Mitgliedschaft.

Die Kinder in ihren Bann zog die Märchentante Inge mit einer weihnachtlichen Geschichte. Dann sangen alle Gäste gemeinsam den Nikolaus herbei, doch als der heiß ersehnte Mann in Rot schließlich fröhlich eine Glocke schwingend eintrat, wurde seine Echtheit insbesondere bezüglich seines Bartes von einem Knirps stark angezweifelt. Dennoch ließ der Nikolaus die Kinder um sich scharen, die braven links, die weniger braven rechts, wobei natürlich der Platz rechts leer blieb. Die Kinder durften Gedichte oder Lieder vortragen und wurden dafür mit süßen Päckchen bedacht.

Die Harmonika-Abteilung "Club 66" präsentierte sich zunächst mit anspruchsvollen, feierlichen Klängen und ging dann zu traditioneller Unterhaltungsmusik in bewährter Weise über. Da die Gruppe in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern konnte, erlaubte ein Diavortrag einen Einblick in ihre Vergangenheit. So wurde deutlich, dass die Harmonikaspieler sich auch privat sehr gut verstehen, gemeinsam Reisen unternehmen und selbst am Strand des Mittelmeeres mit ihren Handorgeln zum Tanz aufspielten.

Nach dem offiziellen Programm blieben viele Gäste noch in gemütlicher Runde beisammen und genossen den Abend bei gutem Essen und Trinken.

sr