Lokales

"Der ÖPNV muss attraktiv bleiben"

KIRCHHEIM Die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) in der Region Stuttgart kritisiert die Haltung von Ministerpräsident Günther Oettinger, die Kürzungen des Bundes im Nahverkehr nicht durch das Land aufzufangen.

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Jede Streichung der Mittel an die Region würde das mühsam erreichte Nahverkehrsniveau bei Bussen, Bahnen und der S-Bahn in der Region Stuttgart wieder zunichte machen. "Wenn es den Ländern nicht gelungen ist, die Bundesregierung von der Einsparung abzubringen, darf jetzt nicht der Schwarze Peter an die Bevölkerung in Stuttgart und den Kreisen Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg und Rems-Murr weitergegeben werden. Man kann weder in den ländlichen Regionen noch in der Stadt Stuttgart auf Verbindungen verzichten", so der ödp-Regionalrat Helmut Staiger.

Wer das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs kürzen möchte, nehme einen weiteren Anstieg des Autoverkehrs in Kauf, was im Raum Stuttgart zum völligen Infarkt führen würde, insbesondere im Berufsverkehr. Gerade im Hinblick auf die Feinstaubdiskussion sei dies der verkehrte Ansatz. Der Öffentliche Verkehr müsse weiter attraktiv bleiben und so Mensch und Umwelt entlasten. "Notfalls müssen Mittel aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer eingesetzt werden, die das Land anteilig erhält."

pm