Lokales

Der Titelanwärter beim Geheimfavoriten

Der TSV Jesingen II ist nach sieben Siegen in Folge die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Kreisliga B. Die Serie gilt es im Spitzenspiel gegen die TG Kirchheim zu verteidigen. Spitzenreiter TSV Ohmden ist zu Gast beim SV Nabern II.

KIRCHHEIM Guter Dinge ist zur Zeit Spielertrainer Viktor Oster vom TSV Jesingen II. Dazu hat der ehemalige Bezirksligaspieler auch allen Grund. Mit 46:6 Toren und 21 Punkten aus den letzten sieben Spielen steht seine Mannschaft auf dem dritten Tabellenplatz. Nun die Nagelprobe gegen die TG Kirchheim Oster: "Die Tagesform wird entscheiden." Vermeintlicher Vorteil für Jesingen: dass die Turngemeinde mehr unter Druck stehe als der TSV. Zumindest glaubt das Oster: "Die TG hat sich vor der Saison selbst zum Aufstiegsfavoriten erkoren." Auf Grund der zuletzt schwachen Leistungen seiner Mannschaft wäre TG-Spielertrainer Constantino Giacobbe derweil mit einem Unentschieden schon zufrieden: "Ein schweres Spiel für uns. Ich zähle den TSV Jesingen II zu unseren schärfsten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg." Giacobbes Einsatz wegen eines noch nicht ausgeheilten Muskelfaserrisses ist fraglich, nicht zur Verfügung steht sein Bruder Sando.

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Nach dem 11:1-Schützenfest gegen den TV Unterlenningen will der TSV Ohmden nun seine Tabellenführung beim SV Nabern II verteidigen. "Wenn wir da oben mit dabei bleiben wollen, dürfen wir gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften keine Punkte abgeben", verlangt Trainer Uwe Schulz. Mit bisher 30 erzielten Treffern hat der TSV Notzingen II die bisher wenigsten Tore der sechs führenden Mannschaften erzielt. Dies könnte sich am Sonntag ändern, denn die Eichert-Elf ist zu Gast bei der Schießbude der Liga: Mit 56 Gegentoren hat der Tabellenletzte TV Unterboihingen II die mit Abstand meisten Treffer kassiert.

Etwas Sand im Getriebe hat zurzeit der TSV Ötlingen, und Trainer Markus Lepadusch ist alles andere als zufrieden: "Wir verwerten im Moment einfach unsere Chancen nicht." Die Ladehemmung war mit ein Grund dafür, warum die Partie gegen den TSV Notzingen II (0:0) am letzten Sonntag nicht gewonnen wurde. In den letzten beiden Vorrundenspielen erst beim TVU, eine Woche später zu Hause gegen den SV Nabern II zählen für Lepadusch nur sechs Punkte.

"So was habe ich in meiner fußballerischen Laufbahn noch nicht erlebt", sagt Trainer Rudi Cserny vom TV Unterlenningen. Angesichts etlicher verletzter Spieler und einigen Grippekranken spiel(t)en die Unterlenningen fast jeden Sonntag mit dem letzten Aufgebot. "Wir haben in keinem Spiel mit der gleichen Formation spielen können", ist Cserny frustriert. Für das Spiel gegen den TSV Ötlingen wünschen sich die Unterlenninger alles andere, als noch einmal solch eine "Packung" wie zuletzt in Ohmden zu kassieren.

Nach vier Niederlagen werden die Chancen für den VfL Kirchheim II, vielleicht doch noch ernsthaft ins Aufstiegsrennen einzugreifen, langsam kleiner. So zählt gegen den TSV Weilheim II am Sonntag (Anpfiff bereits um 12.30 Uhr) nur ein Sieg. Auch der TSV Schlierbach hofft im Heimspiel gegen den TV Neidlingen II endlich wieder auf ein Erfolgerlebnis. Mit einem "Dreier" beim SV Reudern II will der TSV Owen dem angestrebtem siebten Tabellenplatz wieder einen Schritt näher kommen.

kdl