Lokales

Der Umweltschutz bekommt mehr Raum

Richtfest am Erweiterungsbau im Naturschutzzentrum Schopflocher Alb – Altbau wird generalsaniert

Der Rohbau steht: Am Erweiterungsbau des Naturschutzzent­rums Schopflocher Alb wurde gestern Richtfest gefeiert. Die Einrichtung will künftig noch mehr Besucher über die schützenswerte Natur des Biosphärengebiets informieren und zugleich im neuen Biosphärenlädle für heimische Produkte werben.

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Antje Dörr

Lenningen. Beinahe hätte der strenge Winter den Bauleuten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Umso erfreuter war der Landrat, dass gestern trotz fünfwöchiger Verzögerung beim Baubeginn pünktlich Richtfest gefeiert werden konnte. „Die Handwerker haben Vorbildliches geleistet“, lobte Heinz Eininger. Im Frühjahr 2011 soll der Anbau fertig sein. In dem neuen Raum können sich Besucher künftig in einer Dauerausstellung über das Biosphärengebiet Schwäbische Alb informieren. Außerdem wird das Foyer vergrößert.

„Wir freuen uns darüber, dass wir hier dann mehr Möglichkeiten haben“, sagte Heinz Eininger. Die Räume seien bisher zu eng gewesen, um den Bildungsauftrag des Naturschutzzent­rums vollständig erfüllen zu können. Auch Dr. Wolfgang Wohnhas, der die Einrichtung leitet, freut sich über den zusätzlichen Platz im Erweiterungsbau: „Wir haben künftig einen Ausstellungsraum, den wir nicht als Multifunktionsraum nutzen müssen.“ Auch die Vergrößerung des Foyers sei dringend notwendig. Denn aufgrund seiner geografischen Lage als Nordportal des Biosphärengebiets wird das Naturschutzzentrum Anlaufstelle für viele Besucher sein, die sich über Angebote im UNESCO-Gebiet informieren wollen.

Gemeinsam mit dem Erweiterungsbau wird das Bestandsgebäude, das ehemalige Betriebsgebäude der Steinbruchfirma Lauster aus dem Jahr 1963, energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Insgesamt kosten Sanierung und Erweiterungsbau 1,8 Millionen Euro. Das Land trägt 770 000 Euro. Am Erweiterungsbau werden für die Wandverkleidung Kalkstein-Gabionen aus Erkenbrechtsweiler und am Altbau Weißtannen aus Schopfloch verwendet. Damit wolle man die regionale Wirtschaft stärken, so Architekt Jürgen Müller.