Lokales

Der Weg nach Berlin blieb versperrt

KIRCHHEIM Die FDP-Bundestagskandidatin des Wahlkreises Nürtingen, Ellen Winkler-Oberman erlebte eine "harte" Wahlnacht. Mit dem Ergebnis der Partei zeigte sie sich zufrieden, ihre persönlichen Hoffnungen wurde allerdings nicht erfüllt. "Um zwei Uhr nachts hat mich einer von der Bundesgeschäftsstelle aufgeweckt und mir verkündet, dass ich über die Landesliste in den Bundestag einziehe, um halb drei hat er dann allerdings wieder "abgewunken."

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Ellen Winkler-Obermann wäre gerne nach Berlin gegangen, um dort auch ihre Kenntnisse beim Arbeits- und Tarifrecht einzubringen. "Da gibt es im Bundestag nicht viele mit entsprechender Fachkenntnis." Aber von der Parteiarbeit her wird ihr Berlin nicht fehlen. "Da habe ich genug zu tun" erzählt die Politikerin und freut sich über ihren aktiven Ortsverband, der zahlreiche Neueintritte zu verzeichnen hatte. "Da muss ich Schulungen abhalten."

Zum Wahlausgang befragt, hat sich ihrer Meinung nach die CDU nach den optimistischen Prognosen zu sehr in Sicherheit gewiegt. Wie es in Berlin weitergehen soll, auch darüber hat sie sich ihre Gedanken gemacht. "Vielleicht kippen die ja die Merkel und bringen Koch oder Wulf und arbeiten mit der SPD zusammen." Nicht aus der Welt wäre für Winkler-Oberman allerdings auch eine Koalition mit Schwarz, Gelb und Grün. "Da müssten wir halt den Außenminister Fischer und die Atompolitik als Kröte schlucken."

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