Lokales

Dettinger klettern

KIRCHHEIM Trotz der undurchsichtigen Wetteraussichten gelang es den Dettinger Piloten bei unerwartet guten Bedingungen Flüge über 200 Kilometer zu vollenden. Rundenplatz neun und der Sprung auf den sechsten Rang in der Gesamttabelle waren der Lohn. Zunächt hatten Frieder Belz, Andreas Belz und Volker Weber auf der Lauer gelegen, um eine geeignete Wetterlücke für die Bundesligaflüge nutzen zu können. Zunächst war der Himmel einheitlich grau eine großflächige Cirrus-Abschirmung verhinderte die thermische Entwicklung. Wider Erwarten konnte Frieder Belz aus dem Lenninger Tal geringes Steigen vermelden, das bis auf rund 2000 Meter trug.

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Schnell waren nun auch Andi Belz und Volker Weber in der Luft. Zunächst versuchten die drei, Richtung Westen vorzufliegen. Die Thermik war aber immer noch relativ schwach. Da zeigten sich Richtung Geislingen erste Cumuluswolken. Kurzerhand wurde der Kurs geändert. Unter der nun etwas aufreißenden Abschirmung entwickelten sich diese Thermikwolken immer besser und spendeten Steigwerte bis zu drei Metern pro Sekunde. Die Wolken markierten nun den Kurs Richtung Aalen, an Bopfingen vorbei bis hinter Nördlingen. Aufgrund der unsicheren Wettersituation im Westen entschlossen sich die drei zu wenden und wieder Richtung Heimatflugplatz zu fliegen. Tatsächlich baute sich in der Gegend von Urach nun ein Gewitter auf, das in Richtung Nord-Osten wanderte und bereits wieder für Abschirmungen sorgte. So mussten die letzten Meter für den Endanflug in der Gegend um den Hornberg erkurbelt werden, da Richtung Heimat bereits wieder alles grau in grau war.

Mit diesen Flügen nutzen die drei Piloten diese Wetterlücke fast optimal. Volker Weber erreichte eine Wertungsgeschwindigkeit von 79 km/h, Andreas Belz von 65 km/h und Frieder Belz von 64 km/h.

Für die Fliegergruppe Wolf-Hirth war die fünfte Bundesligarunde eine Nullrunde: Kein Pilot kam in die Wertung. Grund dafür war, dass zurzeit die meisten Segelflieger, die für ihren Verein punkten können, auf Wettbewerben sind, bei denen wetterbedingt nicht geflogen werden konnte. Die Kirchheimer hatten in den letzten Runden zum Glück jedoch gut vorgelegt, sodass sie nur zwei Plätze in der Gesamtwertung verloren.

Die fünfte Runde der Bundesliga ging an die Piloten aus Königsdorf, gefolgt von den Segelfliegern aus Laichingen und Blaubeuren.

kh