Lokales

Dettinger vor Sprungans rettende Ufer?

KIRCHHEIM Nach dem Punktabzug am grünen Tisch ist der TSV Oberlenningen mittlerweile auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen. Deshalb brauchen die Schützlinge von Spielertrainer Heinz Eber aus den letzten beiden Spielen am Sonntag zu Hause gegen den TSV Grafenberg und eine Woche später beim AC Catania Kirchheim wohl noch sechs Punkte. Spannender hätte Staffelleiter Stefan Cserny den Spielplan nicht gestalten können, denn an den letzten beiden Spieltagen treffen in sieben Begegnungen abstiegsgefährdete Teams direkt aufeinander. Der Vorteil demzufolge: Jede Mannschaft hat es selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu erreichen. Am schwersten haben es sicherlich der TSV Oberlenningen und der TSV Neckartenzlingen, die gemeinsam mit 34 Zählern auf Abstiegsrängen stehen.

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Um ganz sicher zu gehen, brauchen die Hinterbänkler-Vereine am Ende 40 Punkte, um nicht absteigen zu müssen. Mit etwas Glück könnten auch schon 39 Zähler reichen, doch wer will sich darauf schon verlassen? Das tut auch nicht der scheidende Dettinger Trainer Detlef Pflüger. "Ich hoffe, uns gelingt schon am Sonntag gegen den TSV Wolfschlugen der Klassenerhalt", sagt er. Mit 39 Zählern fehlt den SF Dettingen gerade einmal ein Punkt. Pflüger: "Wir spielen voll auf Sieg." Wichtig für ihn, ob er auf Oldie Achim Spranz (41) zurückgreifen kann. Dessen Mitwirken am Sonntag ist aus familiären Gründen noch nicht sicher. Nach dem 2:2-Unentscheiden am Dienstagabend im Heimspiel gegen den TSV Neckartenzlingen könnte für den TSV Wolfschlugen ein Unentschieden zu wenig sein.

Ebenfalls mächtig unter Druck steht der AC Catania Kirchheim (36 Punkte) beim abstiegsbedrohten TSV Oberboihingen (36). Dennoch sieht Trainer Canan Karahan dem Saisonfinale zuversichtlich entgegen: "Ich und meine Mannschaft glauben fest an den Klassenerhalt." Um sicherzu- gehen, hat der Catania-Coach am Sonntag den TSV Oberboihingen beobachtet: "Wenn wir die Leistung bringen wie im letzten Spiel gegen die SF Dettingen, können wir in Oberboihingen auch gewinnen", sagt er.

Ebenfalls brisant ist die Partie zwischen dem TSV Neckartenzlingen (34) und dem FC Unterensingen (39). Den Gastgebern hilft nur ein "Dreier" weiter, alles andere könnte zu wenig sein. TSV-Pressewart Thomas Schneider: "Wir haben das weitaus schlechteste Torverhältnis gegenüber der Konkurrenz, deshalb müssen wir die letzten beiden Spiele unbedingt gewinnen."

Mit einem Heimsieg gegen den TSV Altdorf (37) könnte der SV Nabern etwas Schützenhilfe für die Teckvereine leisten. Trotz des Abstieges wird Karl-Heinz Toparkus auch in der nächsten Saison SVN-Trainer bleiben. Aufgrund der vielen Abgänge plant Abteilungsleiter Rainer Kneile derweil einen Neuaufbau am oberen Wasen.

Vor der Wimpelübergabe durch Staffelleiter Stefan Cserny für die hoch überlegen gewonnene Meisterschaft spielt Tabellenführer SGEH noch daheim gegen den VfB Neuffen.

Neckarhausen setzt auf SGEH Für den Spitzenreiter besteht nach dem Urteil des Sportgerichts (die 1:2-Niederlage beim TSV Oberlenningen wurde bekanntlich mit 3:0 gewertet) jetzt immer noch die Chance, die Saison ohne eine einzige Niederlage zu beenden. Darauf spekuliert übrigens auch Neckarhausens Rainer Walz: "Bei einer Neuffener Niederlage haben wir noch gute Chancen auf den zweiten Tabellenplatz." Voraussetzung ist allerdings ein "Dreier" im Gastspiel beim 1. FC Frickenhausen II. Käme es dazu, wäre es für den Tabellendritten der erste Dreier nach drei Spielen ohne Sieg.

Für den TSV Holzmaden besteht im Heimspiel gegen den TSV Weilheim die letzte Chance, die gravierende Negativserie (26 Niederlagen in Folge) zu beenden: Am letzten Spieltag ist der künftige B-Kreisligist spielfrei.