Lokales

Deutsch-schottisches Duo vorne

Wolf Henzler vom Motorsportklub Kirchheim/Teck hat mit seinem Porsche 911 GT3 Cup des amerikanischen "Tafel Racing Teams" das Sechs-Stunden-Rennen in Watkins Glen gewonnen. Zusammen mit seinem schottischen Co-Piloten Robin Liddell behauptet er somit weiterhin den zweiten Rang in der GT2-Klasse der "Grand American Rolex Sports Car Series".

WATKINS GLEN Wolf Henzler zelebrierte diesen Sieg richtiggehend und berichtete den anwesenden Journalisten hinterher: "Ich bin unglaublich happy über diesen Erfolg. Es war über die sechsstündige Renndauer gesehen ein beinhartes Rennen".

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Die vier Trainingssitzungen auf der 3,37 Meilen langen Rennstrecke von Watkins Glen verliefen vielversprechend. "Wir waren immer die Schnellsten, außer im ersten Training, als wir uns auf die Strecke eingestellt haben", meinte Henzler, dessen Copilot Robin Liddel, mit 1.56,914 Minuten den zweiten Startplatz sicherte. Weil es im Warm up vor dem eigentlichen Rennen in Strömen regnete, blieben Henzler/ Liddell in der Box stehen, um kein unnötiges Risiko mehr einzugehen.

Den Start zum Sechs-Stunden-Rennen fuhr Henzler's Copilot Robin Liddell, der bereits in der ersten Kurve an Marc Bunting im Pontiac vorbeiziehen konnte. "Robin baute unsere Führung während seines Fahrturns stetig aus, hielt zum ersten Tankstopp nach zirka dreißig Runden und übergab mir den Tafel-Porsche während einer Safetycarphase in der 61. Rennrunde", berichtete Wolf Henzler. Mit neuen Reifen machte er sich daran, den Vorsprung weiter auszubauen. Das Tafel-Duo hielt sich im Gesamtfeld auf Rang 22, inmitten der schnellen Daytona Prototypen. Im 84. Umlauf wurde der Wagen erneut mit Treibstoff versorgt. Die Räder wechselte die Mannschaft um Teamchef Jim Tafel nach weiteren 40 Rennrunden. Henzler/Liddell behielten im GT-Klassement weiterhin die Oberhand und steuerten den Boliden aus Zuffenhausen nach 149 Runden, vier Tankstopps und zweimaligem Reifenwechsel als Erste im GT-Klassement über die Ziellinie.

Was die sonst überaus starken Pontiacs plötzlich ausbremste, wusste auch Wolf Henzler nicht zu deuten. Da die Porschefahrer aber eine Lobby gegen die Pontiacpiloten bildeten und bei der Rennleitung wegen einer Umgruppierung derselben vorstellig werden wollten, meinte Henzler: "Vielleicht sind sie deshalb in diesem Rennen einen Gang kürzer getreten, um die Gemüter nicht zu sehr in Wallung zu bringen. Aber das nächste Rennen wird dies ja an den Tag bringen". Dieses bestreitet der Nürtinger am 24. Juni beim 250 Meilen "EMCO Gears Classic Race" in Lexington/ Ohio.

es

GT- Klassement

1. Henzler/Liddell (Porsche 911 GT3 Cup) 149 Runden, 2. Pobst/Baas (Porsche 911 GT3 Cup) 148, 3. Edwards/Collins/Pilgrim (Pontiac GTO.R) 147, 4. Bunting/Lally/Valentine, Pontiac (GTO.R) 147, 5. Keen/Murry (Porsche 911 GT3 Cup) 147, 6. Pace/Lowe (Porsche 911 GT3 Cup) 146.