Lokales

Diagnostik und Therapieverfahren

Dr. med. Martin Maunz, Oberarzt der Medizinischen Klinik II in Kirchheim informiert am heutigen Donnerstag über Diagnostik- und Therapieverfahren bei Herzrhythmusstörungen. Der Vor-trag findet im Festsaal der Klinik Kirchheim statt und beginnt um 20 Uhr.

KIRCHHEIM Der Vortrag wird vom Verein zur Förderung der Gesundheit in Zusammenarbeit mit der AOK angeboten und ist für AOK-Versicherte gegen Vorlage der Versicherungskarte kostenfrei, ansonsten wird ein Unkostenbeitrag erhoben.

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Die Kardiologie in Kirchheim ist bereits einer der Schwerpunkte der Inneren Medizin und soll künftig weiter gestärkt und ausgebaut werden. Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden Patienten mit Herzschwächen oder Herzrhythmusstörungen zentral in Kirchheim betreut. Um lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen zu erkennen und zu behandeln, die zum plötzlichen Herztod führen können, kann bei Patienten vorbeugend ein Defibrillator eingesetzt werden.

Um den Anteil erfolgreicher Wiederbelebungen bei Herzstillstand deutlich weiter zu erhöhen, wurden jetzt für jedes Stockwerk der Kirchheimer Klinik so genannte Außendefibrillatoren neu angeschafft. Auf der Intensivstation werden bei Vorhofflimmern zur Elektroschockbehand-lung zwei neue Geräte eingesetzt. In der Abteilung wurden bisher auch weit über 1000 Herzschrittmacher eingesetzt.

Es gibt verschiedene Herzrhythmusstörungen als Ursache dafür, dass der natürliche Taktgeber des Herzens seine Aufgabe nicht mehr zufriedenstellend erfüllt und das volle Leistungsvolumen damit nicht mehr erreicht wird. Ist der Herzschlag zu langsam, können beispielsweise Ohnmacht und Schwindel auftreten und die Patienten fühlen sich deutlich weniger belastbar. Kurze Ohnmachtsanfälle und Bewusstlosigkeiten können aber auch eine andere Ursache haben und beispielsweise durch Abbauerkrankungen und Durchblutungsstörungen des Gehirns hervorgerufen werden. Zur eindeutigen Abklärung kommt dem Fachbereich Neurologie an der Kirchheimer Klinik eine bedeutende Rolle zu.

Bei der Schrittmacherimplantation, die letztendlich erforderlich werden kann, handelt es sich um einen Routineeingriff, der überwiegend unter örtlicher Betäubung erfolgt und auch bei älteren Patienten ohne weiteres durchführbar ist. In der Regel sind die Patienten zwischen 60 und 80 Jahre alt. Der Schrittmacher, der über das Blutgefäß zum Herzen geführt wird, bringt heutzutage nur noch etwa 30 Gramm auf die Waage. In den 70er-Jahren waren dies noch rund 200 Gramm. In zwei von drei Fällen werden so genannte Zweikammer-Herzschrittmacher eingesetzt, die etwa acht bis zehn Jahre ihre Funktion erfüllen, bevor die Batterie erschöpft ist und ein Aggregatwechsel erforderlich wird.

Die Kontrolluntersuchungen werden halbjährlich bei den niedergelassenen Ärzten durchgeführt. Auch die Zuweisung in die Klinik erfolgt über die Kardiologen, die Hausärzte oder die Neurologen.

pm