Lokales

Die Alb, ein Wintermärchen

Tausende tummelten sich gestern an Skipisten und auf Wanderwegen

Die Schwäbische Alb inszenierte am Wochenende, speziell am gestrigen Sonntag, das perfekte Wintermärchen. Zum dritten Advent zeigte sich der Höhenzug im dichten weißen Kleid. Doch damit nicht genug: Strahlender Sonnenschein brachte die Eiskristalle allerorten zum Funkeln. – Kein Wunder, dass sich Jung und Alt auf den Weg ins Freie machten.

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irene strifler

Kreis Esslingen. Wohl dem, der am Samstag über Freizeit verfügte, ging es doch hier noch geradezu verwunschen zu auf der Albhochfläche. Selbst am steilen Bläsiberg konnten Lifte in Betrieb genommen werden, allerorten lockten geschlossene Schneedecken. Die hatten einige wenige Wintersportler fast für sich allein. Viele waren nämlich ganz offensichtlich mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt oder ließen sich von den Nebelschwaden, die mancherorts dick und undurchdringlich über dem Land lagen, abhalten.

Ganz anders am Sonntag. Strahlender Sonnenschein, klirrende Kälte und tolle Schneeverhältnisse lockten Tausende schon am Vormittag hinaus ins Freie. Wer dicke Handschuhe und eine Pudelmütze im Gepäck hatte, der hatte gut lachen trotz eiskalter Windböen, die immer wieder übers Land fegten.

„Optimale Verhältnisse“ und Schneehöhen deutlich über 20 Zentimeter meldeten die Liftbetreiber begeistert. Auch Langläufer kamen auf gespurten Loipen voll auf ihre Kosten, ebenso die Albwanderer. Natürlich werden die Skilifte auch in dieser Woche täglich in Betrieb sein. Die Wetterfrösche gehen nämlich von weiterhin winterlichen Verhältnissen aus, zur Wochenmitte ist sogar neuer Schneefall nicht auszuschließen. Manch einer spekuliert da vielleicht schon voller Hoffnung auf weiße Weihnachten. So mancher Sportler dachte gestern sogar schon über Weihnachten hinaus: Zahlreiche Zeitgenossen nutzten nämlich den freien Sonntag zu einem Trainingslauf auf die Teck. So konnte die Fitness für den Silvesterlauf schon mal unter Beweis gestellt werden. Andere ergriffen die Gelegenheit zu ausgiebigen Spaziergängen durch die verschneite Landschaft am Fuße der Alb, beispielsweise auch rund um die Bürgerseen im Talwald. Hochbetrieb herrschte natürlich allerorten an den Schlittenhängen. Und hier und da künden noch ein imposanter Schneemann oder ein Iglu von einem aus Kindersicht rundum gelungenen dritten Adventssonntag.