Lokales

Die amerikanische Flagge hängt immer ganz oben

Der Morgen fing für uns immer sehr entspannt an, da wir fast alle von unseren Austauschschülern mit dem eigenen Auto zur La Crosse Central Highschool gefahren wurden. Jeden Morgen begrüßte uns ein deutscher Schriftzug auf den elektronischen Anzeigetafeln vor der Schule.

Die Schule war etwas größer als das Ludwig-Uhland-Gymnasium, doch wir merkten sofort, dass wir uns in einer amerikanischen Schule befanden. Alle Gänge waren geziert von "Lockern" (Spinde mit Zahlenschloss), von denen jeder von uns einen zugeteilt bekam. Sie waren unser ganzer Stolz, doch raubten sie uns manchmal beim Öffnen den letzten Nerv. Danach war Unterricht angesagt. Dazu kann man sagen, dass uns das niedrigere Niveau hauptsächlich in den Sprachen überraschte. Andererseits gab es aber auch Fächer, wie etwa Chinesisch, die bei uns nicht unterrichtet werden. In den Schulen der USA hat jeder Lehrer sein eigenes Klassenzimmer, das er nach Belieben gestalten kann, und die Schüler "wandern" zwischen den Stunden.

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Die Schule hat drei Direktoren und einen eigenen Sicherheitsmann, der bei Schlägereien oder schlimmeren Ereignissen eingreift. Gegen Mittag trafen wir uns alle in der Cafeteria. Alle Schüler verbringen dort ihre Mittagspause, weil sie jeden Nachmittag noch Unterricht haben oder anderen Aktivitäten, wie etwa Sport oder Musik, in der Schule nachgehen.

Eine der großen Überraschungen war für uns der Nationalstolz der Amerikaner. Jeden Morgen erheben sich alle Lehrer und Schüler gemeinsam für die "Pledge of Allegiance". Darin erklären sie ihre Treue zur Flagge und zu ihrem Land. Außerdem sieht man an fast an allen amerikanischen Häusern eine Flagge wobei zu beachten ist, dass die amerikanische Flagge grundsätzlich über allen anderen hängen muss. In jedem Klassenzimmer gibt es natürlich eine und im Raum der Deutschlehrerin hängt die amerikanische Flagge drei Zentimeter über der deutschen.

Severin, Cora, Philipp, Marina, Daniela