Lokales

Die „Blaue Lagune“ fest im Blick

Lindach und Lauter sollen für die Stadt zum Vorzeigeobjekt und zur Wohlfühlzone werden

Visionen sind wichtig, wenn man nicht stehen bleiben und nur bewahren statt aktiv verbessern und Dinge weiterentwickeln will. Gerade in Krisenzeiten kann es hilfreich sein, nicht sorgenvoll zurückzublicken sondern mutig und motiviert nach vorne zu schauen. Kirchheim lebt das vorbildlich vor.

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Wolf-Dieter Truppat

Kirchheim. Bei einem trotz attraktiver Konkurrenzveranstaltungen gut besuchten Abend, der gezielt auf eine „Einladung an Visionäre“ baute, konnte am Montag im Foyer der Alleenschule gemeinsam angeträumt werden, welches Potenzial naturnaher Begegnung im Zusammenfluss von Lauter und Lindach steckt und was daraus kurzfristig realisiert und vor allem auch für kommende Generationen entwickelt werden kann.

„Stadt – Natur – Begegnung“ waren dann auch die Schlüsselbegriffe, die die Diskussionen anregen und Visionen möglich machen sollten. Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker zeigte auf, wie Kirchheim sich durch das mit großer Motivation verfolgte Grünprojekt verändern kann, wenn möglichst viele „Visionäre“ gemeinsam motiviert nach vorne schauen.

Die Grundidee des Grünprojekts „Zusammenfluss“ ist es, Begegnungen zu schaffen zwischen Stadt und Natur, Menschen unterschiedlicher Generationen und sozialer Schichten und das in Form von Spielplätzen, Freiräumen und Begegnungsmöglichkeiten. Was darunter genau zu verstehen ist und wie man sich das vorstellen kann, lässt sich konkret ablesen an einem bereits erfolgreich umgesetzten Projekt einer überzeugenden Renaturierung mitten im Herzen der Stadt.

Wer von der Jahnstraße aus einen Blick auf die dort mustergültig renaturierte Lauter wirft, kann eine Vorstellung davon bekommen, was die Verantwortlichen meinen, wenn sie der Natur im Herzen der Stadt ein neues Zuhause geben möchten.

Maßgeblich unterstützt wurde Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker bei ihrer Motivationskampagne in der Alleenschule von dem Kirchheimer Landschaftsarchitekten Jürgen Köber mit Büro in Stuttgart, der gemeinsam mit dem Kirchheimer Stadtoberhaupt die Fragen der inte­ressierten Besucher beantwortete. Bei einem möglichen Zuschuss von bis zu zwei Millionen Euro gibt es im Projektbereich vom Stadion über das Kirchheimer Freibad bis hin zum Zusammenfluss von Lauter und Lindach viele flussbegleitende Flächen, die im Rahmen des ambitionierten Projekts „Zusammenfluss – Stadt – Natur – Bewegung 2015 bis 2025“ interessante Akzente setzen und der Natur im Herzen der Kirchheimer Innenstadt eine neue Heimat geben können, die zum Verweilen einlädt.