Lokales

"Die bunte Stadt am Harz"

HOLZMADEN Nach der Begrüßung der 34-köpfigen Reisegruppe ging es an Stuttgart, Karlsruhe und Frankfurt vorbei nach Alsfeld zur ersten Rast. In nur wenigen Städten ist der über Jahrhunderte gewachsene historische Kern so geschlossen erhalten wie in dieser Stadt im Herzen Hessens. Bekanntes Wahrzeichen ist das Rathaus am Marktplatz. Die Fahrt ging weiter über Kassel nach Göttingen und von dort nach Wernigerode.

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Am Donnerstagvormittag stand eine Führung durch Wernigerode, der "bunten Stadt am Harz", wie der Heidedichter Hermann Löns sie nannte, auf dem Programm. Die Stadtführerin verstand es, mit viel Begeisterung die Schönheiten ihrer Heimatstadt nahe zu bringen. Im mittelalterlichen Stadtkern, der unter Denkmalschutz steht, gruppieren sich gut restaurierte Fachwerkhäuser aus mehreren Stilepochen um das Schmuckstück Wernigerodes, das spätgotische Rathaus mit den spitzen Erkertürmchen und reichverziertem Fachwerkschmuck.



Nachmittags ging es mit der "Bimmelbahn" zum Schloss Wernigerode, das 120 Meter über der Stadt thront. Das ursprünglich mittelalterliche Schloss der Grafen von Stolberg-Wernigerode wurde im 19. Jahrhundert völlig umgestaltet. Es ist heute ein Museum, das prächtig eingerichtete Säle, Salons und Kunstsammlungen zeigt. Am Freitag war Quedlinburg Wiege des Fachwerkbaus Ziel der Spätlesen. Die Altstadt von Quedlinburg innerhalb des Befestigungsringes stehen über 1 400 Fachwerkhäuser des 15. bis 19. Jahrhunderts die Stiftskirche und der erst kürzlich zurückgekehrte Domschatz gehören seit 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sehr hübsch ist das Viertel um den Markt, wo die spätgotische Marktkirche Sankt Benedikt und das efeubewachsene Rathaus stehen. Auch der Schlossberg mit Stiftskirche und Schloss wurde besichtigt. Auf der Rückfahrt wurde die Glasmanufaktur "Harzkristall" in Derenburg besucht.



Am Samstag durchquerten die Senioren den Harz zum Kyffhäuser-Gebirge. Wie eine alte Sage erzählt, ruht Kaiser Barbarossa noch heute in einem unterirdischen Schloss unter dem Kyffhäuser, in der Barbarossahöhle, die 1865 von Bergleuten entdeckt wurde. Seit 1896 steht dort ein Denkmal, das die deutschen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Wilhelm I. verherrlicht. Die alte Salzstadt Bad Frankenhausen war das nächste Ziel. Durch die Salzgewinnung erlangte die Stadt Wohlstand. Nachdem diese Ende des 19. Jahrhunderts an Bedeutung verlor, wurde der Kurbetrieb ausgebaut. Heute ist Bad Frankenhausen wegen seines Solbades, dem milden Klima und der waldreichen Umgebung ein beliebter Urlaubsort.



Der Brocken, mit 1142 Meter der höchste Berg des Harzes, bildet das Herzstück des Nationalparks Hochharz. Subalpine Matten und Funktionsgebäude wie Wetterwarte, Sendeanlagen, Brockenbahnhof und verschiedene Restaurants bestimmen das Bild der waldfreien Hochfläche. Mit der Brockenbahn fuhren die Senioren zum Gipfel und hatten das Glück, bei schönstem Sonnenschein beste Fernsicht zu genießen. Dagegen hatte man am Montag mit dem Wetter Pech. Bei bewölktem Himmel fuhr man ab und kam in Thale bei strömendem Regen auf dem Hexentanzplatz an. Dies ist ein Felsplateau in 250 Meter Höhe über Thale, ein gut besuchtes Ausflugsziel. Anschließend stand nochmals Quedlinburg auf dem Reiseprogramm.



Bei der Rückfahrt machte man Rast in Fulda und hatte Gelegenheit, den Dom zu besichtigen. Bei der Ankunft in Holzmaden galt der Dank Bürgermeister Riehle, der die Urlaubswoche mit viel persönlichem Einsatz geplant und geleitet hat.

pm