Lokales

Die Dettinger Dächer sind sicher

Mit der Sicherheit gemeindeeigener Gebäude hat sich der Dettinger Gemeinderat befasst. Ergebnis: Die Dächer Dettingens sind sicher, und im kommenden Winter droht kein zweites Bad Reichenhall am Fuß der Teck.

ANDREAS VOLZ

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DETTINGEN

Roland Sigel, seines Zeichens Architekt und Gemeinderat der Dettinger CDU/FWV-Fraktion, hat die jeweiligen Gebäude und die Sicherheit ihrer Dachkonstruktionen bereits Anfang des Jahres untersucht. An öffentlichen Gebäuden nannte er nun in seinem Gemeinderats-Bericht das Rathaus, die Schlossberghalle, die Aussegnungshalle, die Sporthalle, die Teckschule, die Schlösslesschule, die Alte Schule, die Kindergärten in der Hinteren Straße und im Starenweg sowie den Bauhof und das Hallenbad. Fast überall hieß es: "Alles im grünen Bereich." Die Statik der Dächer an diesen Gebäuden sei für Schneelasten zwischen 75 und 100 Kilogramm pro Quadratmeter ausgelegt.

Anhand eines Tages im vergangenen Februar zeigte Sigel allerdings auf, wie schnell sich die Maximalbelastung im Zweifelsfall erreichen lasse: "Da gab es viel Schnee, und gleich darauf hat Tauwetter eingesetzt. Und je nasser der Schnee ist, desto schwerer wird er." Die Belastung habe an jenem Tag rund 37 Kilogramm pro Quadratmeter betragen, also bereits die Hälfte dessen, was einige der Dächer tragen können. Trotzdem bestehe weder Grund zur Besorgnis noch Handlungsbedarf. Bei manchen Dächern empfahl Roland Sigel allerdings, Revisionsöffnungen anzubringen, um bei künftigen regelmäßigen Überprüfungen das Innere der Dachkonstruktionen leichter einsehen zu können.

Das Hallenbad sei jetzt mit 16 solcher Öffnungen versehen worden, und überall habe sich dasselbe Bild dargeboten: "Der Zustand zwischen dem Dach und der abgehängten Decke ist zwar nicht mehr wie am ersten Tag. Aber er ist erstaunlich gut für ein 30 Jahre altes Gebäude." Bei Sicht- und Klopfproben habe es keinerlei Hinweise auf Korrosion gegeben, und die Luftfeuchtigkeit lag zwischen 11 und 15 Prozent. Solange sie unter 25 Prozent liege, sei bei den Holzbalken kein Pilzbefall zu befürchten.

Das einzige Gebäude, bei dem tatsächlich Handlungsbedarf besteht, ist die Scheuer, die dem Bauhof als Nebengebäude dient. Daraus hat sich in der Gemeinderatssitzung eine Diskussion über die Zukunft des Bauhofs ergeben. Eine Sanierung der Scheuer kommt demnach nur in Frage, wenn der Bauhof auf unbestimmte Zeit am jetzigen Standort bleibt. Sollte er in einigen Jahren allerdings an einen neuen Standort umziehen, würde es sich kaum noch lohnen, in den Erhalt des Nebengebäudes zu investieren.

Der Gemeinderat hat die Verwaltung nun beauftragt durchzurechnen, ob eine Verlegung des Bauhofs halbwegs kostenneutral erfolgen könnte, wenn sich das jetzige Bauhofgelände später als Wohngebiet vermarkten ließe.