Lokales

Die eigenen Grenzen kennenlernen

OWEN Die Strecke führte weiter auf dem Glaubensweg Nr. 13 zur Bernharduskapelle und dem Hauptwanderweg des Schwäbischen Albvereins am Albtrauf entlang zurück nach Owen.

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Insgesamt hatten sich über 45 Jugendliche, Frauen und Männer (gemischtes Alter von 14 bis über 60 Jahren) aus Owen, Kirchheim, Jesingen, Ohmden, Nabern, Bissingen, Weilheim und Stuttgart angemeldet. Viele neue Gesichter durften begrüßt werden.

Um die Wandergruppen übersichtlich zu halten, mussten die Organisatoren die Aktion auf nun drei Termine im Mai verteilen. Vor zwölf Jahren waren nur fünf "verrückte" Wanderer auf der Strecke.

Am frühen Morgen, um 4 Uhr, trafen sich die Teilnehmer am Bahnhof Owen zur Abfahrt. Nach einem besinnlichen Segenswort auf den Weg startete man mit den "Taxifahrern" zum Furtlepass. Keine der Touren war gleich: Regen bei der ersten Tour, Sonne und Regen bei der zweiten Tour und nur noch Sonne bei der dritten Tour. Auch die Strecke wurde jedes Mal entsprechend den Erfahrungen und der Situation gestaltet.

Da die Organisatoren nur anhand von elektronischen Mitteln und Wanderkarten die Strecken planen, wusste niemand so ganz genau, ob man auf dem richtigen Weg war. Außer gewissen Optimierungen blieben aber Fixpunkte bestehen: der Aussichtsfels Messelstein für eine ausgiebige Trinkpause, das Café in Gingen für das zweite Frühstück, das Wanderheim "Wasserberghaus" und das Naturfreundehaus "Boßler" als Tankstationen zum Auffüllen der Trinkflaschen.

Ätzend war dann die lange Strecke auf dem betonierten Fahrradweg ab der Limburg nach Bissingen. Hier war es ratsam, auf gut gefederte Laufschuhe umzusteigen. Leider mussten sechs Wanderer wegen Blasen und sonstigen Problemen vorzeitig mit dem Auto abgeholt werden. Trotzdem Respekt vor den Leistungen, denn bei den abschließenden Messungen wurde festgestellt, dass die 60-Kilometer-Grenze fast erreicht wurde. Ein Schrittzähler zeigte sogar 63 Kilometer an. Bei rund 1500 m Gesamthöhe und 1200 m Gesamtabstieg kamen die Gruppen auch zu unterschiedlichen Zeiten in Owen an: die sportlichste Gruppe um 20.45 Uhr (Ansporn war unter anderem das Pokalspiel des VfB), die Gruppe bei Dauerregen um 21 Uhr und die Gruppe mit den längeren Pausen gegen 22.30 Uhr.

So hatte nun mancher der Teilnehmer die Grenze über die A 8 hinaus überwunden und feststellen dürfen, dass der östliche Albtrauf eine wunderbare Gegend ist. "Da muss ich mal mit der Familie hin." Zeit um sich auszutauschen hatten man ja genügend, doch am Schluss mussten die Beteiligten feststellen, dass so langsam die 1700 Worte laut "Caveman" verbraucht waren. Alle waren begeistert und wollen wieder bei der Tour 2008 dabei sein.

db