Lokales

Die erste Boutique hat im Baustellentrubel schon eröffnet

In der Turmstraße drängen sich Handwerkerautos, unermüdliches Klopfen kündet von emsiger Betriebsamkeit am Schweinemarkt, und die Spannung steigt täglich: Mitten im Baustellengetümmel hat schon ein Laden eröffnet, weitere folgen dieser Tage.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM "Jetzt läuft's", meint Investor Oliver Riethmüller zufrieden und blickt auf die Fortschritte der jüngsten Zeit auf Kirchheims größter Baustelle zurück: Die Dächer der Gebäude sind gedeckt, der Schweinemarkt ist somit "dicht". Fenster fehlen nur noch wenige im zweiten Stock. Heizungen werden derzeit in vielen Räumen montiert, die Sanitärfachleute sind vor Ort, zahlreiche Elektroinstallationen werden verlegt und vieles mehr. Manch einer ist sogar schon mit den Feinheiten der Innengestaltung beschäftigt. "Ende April wird das Gerüst an der Turmstraße abgebaut", verspricht Riethmüller eine optische Verbesserung in Richtung geplanter Flaniermeile. Momentan werden an dieser Seite Dämmarbeiten vorgenommen.

Wenn das Gerüst den Blick aufs Gebäude nicht mehr behindert, wird offenkundig, dass sich hinter den Kulissen in den vergangenen Monaten einiges getan hat. Seit mehreren Wochen schon hat eine Modeboutique ihre Pforten geöffnet. Am Wochenende folgt ein Bio-Supermarkt, und kommende Woche wird ein Kreditinstitut die Kundschaft willkommen heißen.

"Die Baufortschritte am Schweinemarkt sind ein positives Signal für das Karree und für ganz Kirchheim", meint Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker erleichtert. Bis zum Sommer werden sich die Gebäude weiter mit Leben füllen. Außer dem Notariat gehören beispielsweise eine Hebammenpraxis und ein Physiotherapeut zum Kreis der Mieter. Eine Bäckerei mit Bistro und Kaffee hofft mit Freisitzplätzen an der Turmstraße auf einen schönen Sommer. Mit Interessenten für Büroflächen in den oberen Stockwerken laufen Verhandlungen.

Bei allen Fortschritten gibt es aber immernoch einzelne "Sorgenkinder", allen voran die Aufzüge aus der Tiefgarage, die schon seit Monaten fertig sein sollten. "Die Aufzüge sind jetzt endlich geliefert worden, eine Kabine hängt bereits", schildert Oliver Riethmüller den Stand der Dinge und hofft inständig, dass die Aufzugsfirma aus Bayern die Montage möglichst schnell durchzieht. Die fehlenden Aufzüge machen Müttern mit Kinderwägen oder gehbehinderten Menschen die Nutzung der neuen Tiefgarage nämlich nahezu unmöglich und sorgen für jede Menge Unmut in der Bevölkerung. Sobald die beiden Aufzüge in Betrieb gehen können, sollen auch die Treppenhäuser, die noch immer Rohbaucharakter haben, fertiggestellt werden.