Lokales

Die Flugbox genau über der Autobahn

Bei den Motorkunstflugmeisterschaften im schweizerischen Grenchen, bei dem es um den Europameistertitel ging, landete der Ohmdener Klaus Lenhart (Fliegergruppe Wolf Hirth Kirchheim) auf Platz 19.

GRENCHEN Das Meeting galt als Saisonhöhepunkt der Kunstflieger: 40 Piloten aus 13 Nationen trafen sich am Grenchen Airport, zwischen Solothurn und Biel gelegen, um den Europameistertitel sowohl in der Aresti-Wettbewerbsklasse als auch in der 4-Minuten-Freestyle-Kategorie zu ermitteln. Der Wettbewerb wartete mit einem Novum auf: Die sogenannte Kunstflugbox, die die Größe 1000 x 1000 Meter aufweisen muss, war so eingerichtet, dass sie genau über der Autobahn Zürich Bern verlief. Die Mindesthöhe der Piloten beträgt 100 Meter so mancher überraschte Autofahrer dürfte angesichts der über ihm fliegenden Maschinen also gestaunt haben.

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In der Aresti-Kategorie wurden alle vorgeschriebenen Programme absolviert, beginnend mit der bekannten Pflicht, bei der alle Wettbewerbspiloten identische Manöver fliegen müssen. Hierbei schloss Klaus Lenhart mit Platz 26 ab unter die ersten 30 wollte er kommen. Bei der Kür, wo jeder Pilot ein selbst zusammengestelltes und vorher geprüftes Programm absolvieren muss, belegte er Platz 20 und machte einen Sprung in der Gesamtwertung. Im folgenden Programm steigerten sich die von der Jury zusammengestellten Schwierigkeiten nochmals, doch der erfahrene Wolf-Hirth-Flieger verbesserte sich nochmals: Platz 16. Nach diesem Flug belegte Lenhart in der Gesamtwertung einen Top-20-Platz und hatte eine gute Ausgangsposition für das zweite unbekannte Programm, in dem er erneut Platz 20 belegte. Somit hatte der Ohmdener alle vier Wertungsflüge ohne eine sogenannte Null, also fehlerfrei, geflogen und landete im Gesamtklassement auf Platz 19.

Das 4-Minuten-Freestyle-Programm war in eine große Airshow eingebunden, wobei der Pilot zusätzlich als Showeffekt die Rauchanlage des Flugzeuges nutzen kann, um die Flugbahnen und Überschlagmanöver noch spektakulärer zu gestalten. Hierbei flog Lenhart auf den 6. Platz, was eine seiner besten Platzierungen in den letzten Jahren war. Insgesamt wurde der Wettbewerb von den russischen Piloten dominiert, wobei Mikhail Mamistov den Europameistertitel holte. Wie stark die Russen waren, bewiesen allein sieben Platzierungen unter den ersten zehn.

mmü