Lokales

Die Friedenspfeife in Dakota geraucht

Die Winterunterhaltung des Musikvereins Jesingen wurde von der Vorstufenkapelle des Vereins eröffnet. Begeistern konnten die Aktiven und auch die Jugendkapelle mit ihren Stücken. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung von der Theatergruppe.

KIRCHHEIM Mit etwas Lampenfieber trugen die jungen Musikanten ihre Stücke unter der Leitung von Ulrich Hayler vor. Danach zeigte die Jugendkapelle unter Leitung von Gerhard Keller ihr Können und kam nicht ohne Zugabe von der Bühne.

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Mit dem Marsch "Hoch Heidecksburg" begrüßte die aktive Kapelle die Zuhörer. Das Programm war von Ulrich Allgaier zusammengestellt und wurde von ihm auch angesagt. Viel Beifall gab es anschließend für "An der schönen blauen Donau". Russische Impressionen hieß ein weiterer Programmpunkt der Musiker. "Wolgaschlepper", "Moskauer Nächte", "Kalinka" und noch einige Stücke mehr erfreuten das Publikum.

Zum Programm der Winterunterhaltung gehören immer wieder Ehrungen verdienter Mitglieder. Für 30 Jahre wurde Horst Erhardt vom Vorsitzenden Jürgen Baur zum Ehrenmitglied ernannt. Von der Vorstandschaft des Kreisverbands der Blasmusik, vertreten durch Georg Frank, durften die Musiker Frank Keller und Thomas Allmendinger die Ehrennadel in Gold für 30 Jahre Musikertätigkeit entgegennehmen.

Die Kapelle setzte das Programm mit "African Symphony" fort. Allein schon durch die Einleitung mit der Trommel fühlten sich die Zuhörer nach Afrika versetzt. Dem folgte das Stück "Dakota vom Indianerland". Das handelt von der Geschichte der USA, der Büffeljagd, dem Rauchen der Friedenspfeife und dem Geistertanz. Durch eine Reise im Jahr 1995 durch Nord- und Süddakota war dies für viele der Jesinger Musiker kein unbekanntes Land. In die Großstadt ging es beim Thema "Ein Amerikaner in Paris". Hupen, Klingel und Trillerpfeife zeigten den Lärm einer City auf.

Gefordert waren anschließend fünf Schlagzeuger, um die heißen Rhythmen von Brasilien hör- und fühlbar zu machen. Lang anhaltender Beifall zeigte den Musikern und vor allem dem Dirigenten, dass sie mit der Auswahl der Stücke goldrichtig lagen. So durften sie die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen.

Das Volksstück "Zwei Hergöttla", gespielt von der Theatergruppe des Musikvereins, beendete das Programm. Der abschließende Dank des Vorsitzenden Baur war an alle Beteiligten dieses Abends gerichtet.

bau