Lokales

Die Gelbe Karte blieb erst mal in der Kabine liegen

KIRCHHEIM Der FC Frickenhausen ist nicht mehr ungeschlagen. Der Landesligist unterlag im heimischen Stadion Tischardt-Egart vor 300 Zuschauern gegen den GSV Dürnau mit

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EBERHARD EINSELEN 1:2. Am Schluss standen gerade noch 17 Spieler auf dem Platz. Der junge Schiedsrichter Manuel Ade-Thurnow von der Schiedsrichtergruppe Vaihingen zeigte jeweils zwei Akteuren des FCF und des GSV die Ampelkarte. Der Frickenhäuser Markus Lude sah wegen Beleidigung einer Zuschauerin (!) sogar die Rote Karte. FC-Pressewart Werner Schmid: "Das Spiel war überhaupt nicht unfair." Für Norbert Stippel, der Jürgen Schorstädt in Dürnau als Trainer ablöste, war es im dritten Spiel der dritte Sieg. Einziger Wermutstropfen war die schwere Verletzung von Wolfgang Renten, der sich nach einem Zusammenprall mit FC-Torwart Christoph Leibl das Schien- und Wadenbein brach und sofort in einer Nürtinger Klinik operiert wurde.

"Nobby" Stippel, mit dem VfL Kirchheim vor knapp vier Jahren Württembergischer Pokalsieger an, fühlt sich in Dürnau trotz der nicht gerade optimalen Bedingungen pudelwohl: "Ich habe den Schritt noch nicht bereut." Von seinem Heimatort Waldstetten sind es gerade mal 30 Kilometer. Stippel: "Ich habe meine Trainingsmethoden überarbeitet und kann jetzt experimentieren." Sicher ist jedoch, dass es für den 46-jährigen Sonderschullehrer nur ein kurzes Gastspiel sein wird. "Am Saisonende ist wieder Schluss in Dürnau."

Die letzten fünf Minuten hatten beim Bezirksligaspiel in den Jesinger Lehenäckern zwischen dem TSV und Tabellenführer SC Geislingen in sich. Nach der Gästeführung hielt es Florent Karahoda nicht mehr in seinem Tor. Der Jesinger Keeper stürmte in den gegnerischen Strafraum. Und nach einer kurzen Ecke von Dirk Augustin legte Heiko Blocher quer und der 37-Jährige drückte den Ball über die Linie. Klaus Müller, Trainer beim TSV: "Florent ist ein guter Fußballer." Spielerisch sah der Coach Defizite, doch mit der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft war er zufrieden. Bester Mann auf dem Platz war nach einhelliger Meinung der Denkendorfer Schiedsrichter Stefan Wolf.

Der TSG Zell ist auf dem besten Weg, sich wie in der vergangenen Saison aus dem Tabellenkeller zu verabschieden. Nach dem 1:0 in Raidwangen steht die Mannschaft bereits auf einem Relegationsplatz. Spielleiter Andreas Wohlleben: "Jetzt haben wir es selbst in der Hand." Am Sonntag gastiert der TSG beim Schlusslicht TKSV Geislingen und eine Woche später rückt der SSV Göppingen am Zeller Berg an. Wohlleben: "Ich bin zuversichtlich und hoffe, dass es weiter so gut läuft."

Beim Kreisliga-A-Spiel zwischen dem FC Frickenhausen II und dem TSV Weilheim musste das Spiel nach 66 Minuten kurz unterbrochen werden. Grund: Schiri Fauser aus Mittelstadt wollte eine Gelbe Karte zücken, stellte aber fest, dass er sie in der Umkleidekabine vergessen hatte ein echter Schmunzler für die Zuschauer. Auch der Schiri sah den Fauxpas mit Humor. Ein "blödes Tor" kassierte der AC Catania beim Spiel in Neckarhausen. Jürgen Coconcelli, Keeper beim TB, schlug den Ball nach einem Rückpass seines Mitspielers über das ganze Feld. Mit Windunterstützung landete die Kugel im Strafraum der Catanesi und sprang über den zu weit vor seinem Tor postierten Keeper Christopher Dangel ins Tor. Spielleiter Pasquale Martinelli ärgerte sich nicht nur über diesen Treffer: "Wir waren die klar bessere Mannschaft und haben das Spiel mit 1:3 verloren. Jetzt wird es eng für uns."Beim TV Neidlingen geht es weiter bergab. Gestern wurde in der Schlussminute beim Stand von 0:1 gegen den FC Unterensingen ein angeblich klares Tor aberkannt. Stephan Munz und Jochen Hepperle reklamierten (zu) heftig und sahen da zu allem Unheil noch die Rote Karte.

Die Naberner Reserve hat wieder einen Coach. Für Siggi Müller wird die Kreisliga-Reserve zumindest interimsmäßig die nächsten Wochen Christian Zaglauer coachen. Müller hat sich dennoch nicht am Oberen Wasen verabschiedet. Im Gegenteil. Gestern kickte der 52-Jährige in der zweiten Mannschaft gegen den TV Unterboihingen II. Abteilungsleiter Rainer Kneile ist begeistert: "Ein wahrer Sportkamerad".