Lokales

"Die Gentechnik ist nicht kontrollierbar"

KREIS ESSLINGEN Oberboihingen ist jetzt im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit registriert. Dort sind alle Flächen verzeichnet, auf denen Gentechnik-Pflanzen angebaut werden. Auf dem Hofgut Tachenhausen wird von der Fachhochschule Nürtingen gentechnisch verändertem Mais angebaut. Der Kreisvorsitzende der ödp (Ökologisch-Demokratische Partei), Helmut Staiger, spricht sich klar gegen diesen Anbau aus: "Unsere natürlichen Lebensgrundlagen, die in Jahrtausenden gezüchteten Kultursorten unserer Grundnahrungsmittel, werden unwiderruflich zerstört: Einmal verseucht ist immer verseucht, denn ist die Gentechnik erst einmal großflächig ausgesetzt ist sie nicht mehr rückhol- und kontrollierbar."

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Dieses verantwortungslose Experiment mit Mensch und Natur, so Staiger, sprenge alles bisher Bekannte. Mit der Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft würden die Böden durch die drastische Steigerung des Herbizid- und Pestizidverbrauchs immer unfruchtbarer. Zudem würden die Politiker völlig außer Acht gelassen haben, dass die Gentechnikindustrie die Haftung für die von ihr verursachten Schäden den Geschädigten und den Steuerzahlern aufbürden möchte. In Deutschland finde man keinen Versicherer für das Genrisiko, betont der Nürtinger ödp-Landtagskandidat Andreas Bonhöfer. Trotzdem werde der Anbau von den verantwortlichen Politikern befürwortet.

pm