Lokales

Die Grünen sehen die S 1 auf sicherem Gleis

Die Grünen-Mandatsträger im Kreis, der Region und der Raumschaft Kirchheim begrüßen die von der Stuttgarter Regionalversammlung verabschiedete Refinanzierungsvereinbarung zwischen der Region, dem Landkreis und den Kommunen entlang der zukünftigen S-Bahnlinie.

KIRCHHEIM "Das ist der entscheidende Wurf, der dieses, seit vielen Jahren versprochene und für den Raum Kirchheim unerlässliche Projekt, endlich in trockene Tücher bringt", so der grüne Regionalrat Andre Reichel aus Ostfildern. "Die Zukunftsfähigkeit der ganzen Region entscheidet sich mit an einem guten ÖPNV-Angebot, von der Bedeutung für die Gesundheit der Menschen, Stichwort: Feinstaub, ganz zu schweigen", so Reichel weiter.

Anzeige

Mit der Refinanzierungsvereinbarung bekommen die Belegenheitskommunen Planungssicherheit für ihre zukünftigen Haushalte. Sie müssen einen Fixbeitrag von insgesamt 3,89 Millionen Euro für die Verlängerung der S-Bahn aufbringen. Kirchheim trägt dabei mit 1,64 Millionen Euro den größten Anteil. "Es war für das weitere Vorgehen eminent wichtig, dass die Region sich bereit erklärt hat, etwa anfallende Mehrkosten zu übernehmen", bekräftigt die grüne Fraktionsvorsitzende im Esslinger Kreistag, Marianne Erdrich-Sommer aus Wendlingen. "Damit hat sich der Verband Region Stuttgart als verlässlicher Partner seiner Kommunen erwiesen und die S1 ist endlich auf ein sicheres Gleis gestellt."

Erdrich-Sommer betont weiter die in Aussicht gestellte Verbesserung bei der so genannten Kleinen Teckbahn von Kirchheim nach Lenningen. So seien dort bereits seit 2001 von der Region vorfinanzierte moderne Dieseltriebwagen unterwegs und es werde jetzt geprüft, eine verbesserte Busanbindung an die Teckbahn in einem gemeinsamen Konzept mit dem Landkreis und den Kommunen bis 2011 zu realisieren. "Die Region hört nicht bei Kirchheim auf und gerade für die Pendler aus dem Lenninger Tal ist die angestrebte Modernisierung der Teckbahn eine gute Nachricht".

Christoph Tangl, Vorsitzender der Kirchheimer Stadtratsfraktion Grüne Alternative, betont die Wichtigkeit der Optimierung des Stadtbuskonzeptes. So müsse das Abend- und Wochenendangebot des Stadtbusses ausgedehnt werden, um eine Anbindung der Stadtquartiere an die S-Bahn zu gewährleisten und somit Individualverkehr auf Bus und Bahn verlagern zu können.

Bei aller Freude sieht Regionalrat Reichel dennoch Anlass zur Sorge: "Diese Refinanzierungsvereinbarung ist nur deshalb notwendig geworden, weil sich das Land Baden-Württemberg nur allzu gerne aus seiner Verantwortung für die Region stiehlt. So müssen wir zum Beispiel bis 2008 auf den endgültigen Zuwendungsbescheid über die Geldmittel für die S-Bahn-Verlängerung warten" so Reichel. "Die Region wird weiter wachsam sein und die Interessen ihrer Kreise und Kommunen entschieden vertreten."

pm