Lokales

Die Kehrtwendeist geschafft Zum Artikel ...

Die Kehrtwendeist geschafft

Anzeige

Zum Artikel "Dank Bürger-Engagement nun doch Ganztagesschule", im Teckboten vom 29. September:

Die Reaktion auf die erste ablehnende Entscheidung des Gemeinderates zur Ganztagesschule war enorm: Elternbeiratssitzungen wurden in Rekordzeit einberufen, Unterschriften gesammelt, Gespräche mit Gemeinderäten geführt kurz: ganz Lenningen sprach ein paar Tage lang von nichts anderem. Erster "Etappenerfolg" dieses Engagements war die Wiederaufnahme des Themas als Tagesordnungspunkt auf der Gemeinderatssitzung am 27. September.

Für uns begann eine Zeit des Bangens und Hoffens. Natürlich bekam man auf verschiedenen Wegen auch mit, was sich auf Seiten der Gemeinderäte tat: Es fanden Beratungen mit den Schulleitern statt, interne Besprechungen und Sitzungen wurden abgehalten . . . Dies alles spricht dafür, dass es sich unsere gewählten Vertreter nicht leicht gemacht haben und ihre Entscheidung im Bewusstsein ihrer Verantwortung gegenüber den für die Ganztagesschule Engagierten und der Gesamtgemeinde gefällt haben. Viele Gemeinderäte haben in diesem Entscheidungsprozess ihre Meinung revidiert und bei der zweiten Abstimmung für die Ganztagesschule gestimmt. Sie haben damit ihre Aufgeschlossenheit gegenüber sachlichen Argumenten und ihre Fähigkeit zu demokratischem Diskurs bewiesen. Wie leicht hätte die Angst davor, "das Gesicht zu verlieren", einen sachlich begründeten Neuentscheid verhindern können.

Manchmal gehört mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als auf einer einmal gefällten zu beharren. Wir wissen alle, dass die Arbeit auf dem Weg zu einer Ganztagesschule in Lenningen jetzt erst richtig los geht, und dazu müssen alle an einen Tisch: Vertreter der Schulen, der Gemeinderäte, der Verwaltung, der Eltern und der Schüler. Es ist daher wichtig, das Engagement der Bürger für die Ganztagesschule als Einsatz für die Sache und nicht gegen die Gemeinderäte zu verstehen der von Elternseite ausgeschenkte Sekt nach der Gemeinderatssitzung sollte eine erste Brücke auf dem Weg zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit schlagen.

Andrea Graner

Hochwang, Eschenweg

Lenninger Kuriositäten

Zum Artikel "Dank Bürgerengagement nun doch Ganztagesschule", im Teckboten vom 29. September:Am 13. September hat der Gemeinderat von Lenningen mit zehn zu neun Stimmen bei zwei Enthaltungen die Einführung der Ganztagesschule im Bildungszentrum abgelehnt. Der Teckbote berichtete über diese Entscheidung in unsachlicher und verletzender Weise. Eine Interessengruppe wollte sich dieser knappen Mehrheitsentscheidung nicht beugen und forderte eine andere Entscheidung. Deshalb wurde in einer weiteren Sitzung am 27. September das Thema erneut beraten. Die anschließende Abstimmung ergab, dass der Gemeinderat bei einer Gegenstimme der Einrichtung einer Ganztagesschule zustimmte. Von den 21 Gemeinderäten haben also 11 Räte nach 14 Tagen ihr Abstimmungsverhalten geändert.

Da dieses Thema schon längere Zeit ein Beratungsgegenstand des Gemeinderates war, dürften in den dazwischen liegenden Tagen keine neuen Erkenntnisse mehr aufgetreten sein. Man muss deshalb davon ausgehen, dass die ursprüngliche Mehrheit dem Druck einer Interessengruppe erlegen ist. Welcher Bürger ist nach dieser Erfahrung noch bereit, für ein solches Amt zu kandidieren, das solch schnelle "Gesinnungsänderungen" erfordert? Und welcher Bürger mag da noch zur Wahlurne gehen? Auch der Bürgermeister muss sich fragen lassen, welche Achtung er mehrheitlichen Gemeinderatsbeschlüssen entgegenbringt. Selbst wenn alle Vorschriften formal eingehalten wurden, handelt es sich bei der erneuten Abstimmung um einen außergewöhnlichen Vorgang und der Bürgermeister hätte klug gehandelt, wenn er seinen Bürgern dargelegt hätte, warum er diesen Punkt nach so kurzer Frist nochmals auf die Tagesordnung setzt.

Auch die Vertreter der Schulen einschließlich der Elternvertreter müssen sich nach einem solch grandiosen Erfolg fragen, welche Auswirkungen dies auf die Arbeit in der Schule hat. Wie will man Schülern in glaubwürdiger Weise noch die Grundzüge einer demokratischen Ordnung vermitteln? Welche Schlüsse ziehen Schüler aus diesem Geschehen für ihr zukünftiges Leben und Verhalten?

Alfred Rapp

Lenningen, Hangweg

Sauberkeit als Beitragzum Stadtmarketing

Zum Artikel "Ortseingänge sollen schöner werden", im Teckboten vom 28. September:

Es ist erfreulich, wenn nunmehr auch die Stadtverwaltung erkannt hat, dass es allmählich an der Zeit wäre, die Ortseingänge ansehnlich zu gestalten. Bevor man aber wiederum öffentliche Mittel in einer Größenordnung von 250 000 Euro für lediglich plakative Maßnahmen vergeudet, wäre es sicherlich sinnvoller, wenn man zu allererst Grünflächen, Verkehrsinseln, Bürgersteige und Straßenrabatten von dem überall anzutreffenden unsäglichen Unkraut und Müll befreien würde. Dann müsste man sich nicht mehr ständig bei den auswärtigen, insbesondere ausländischen Besuchern für dieses schlechte und vor allem unsaubere Erscheinungsbild entschuldigen.

Sauberkeit ist ein schnell umzusetzender Standortvorteil und ein ebenso günstiger Beitrag zum Stadtmarketing.

Frank-Mathias Nussbaum

Kirchheim, Gaußstraße

Da sind sie also

Zu den Artikeln "Stuttgart hofft auf Entlastung" und "Die Last mit den Lastwagen", im Teckboten vom 5. Oktober:

Ha! Dorthin sind sie also verschwunden, die vielen Laster, die bei der Verkehrszählung in der Stuttgarter Straße plötzlich alle weg waren. Nach Stuttgart, wo der Schwerlastverkehr seit Einführung der Lkw-Maut teilweise um 104 Prozent zugenommen hat. Selbst in den Randbezirken konnte die Verwaltung ganze 15 Prozent Zunahme vermelden ganz im Gegensatz zu Kirchheim, wo der Schwerlastverkehr angeblich sogar noch abgenommen haben soll. Wer's glaubt oder glauben soll? Nachdem bei uns jede weitere Zählung vom Gemeinderat abgelehnt wurde, fragt man sich doch, was da wohl dahintersteckt, sprich, wer hier von offensichtlich falschen Zahlen profitieren will?

Wenn die Stadt Angst vor Investitionen hat, die sie sich wegen "anderen Objekten" nicht leisten kann wie wäre es denn mit eindeutigen Richtungshinweisen an den Autobahnausfahrten? Bestimmt wissen viele Trucker nicht, wie sie zum Beispiel von Kirchheim-West nach Göppingen kommen, nämlich über die Ausfahrt Ost. Aber wir haben ja keine Mautflucht in Kirchheim.

Peter Schulz

Ötlingen, Waldstraße

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.