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Die Leidtragendensind wieder die Ötlinger ...

Die Leidtragendensind wieder die Ötlinger

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Zum Artikel "Der Elch nimmt Anlauf auf Kirchheim" und zum Kommentar "Faktor Zeitgeist" im Teckboten vom 22. Oktober:

Reicht es eigentlich noch immer nicht, was Ötlingen bereits ertragen muss. Seit Einführung der Maut-Durchfahrt der "nur von allen Anwohnern gefühlten" Lkw unter anderem der ortsansässigen Speditionen und vor allem die, die ihren Sitz unmittelbar an der Autobhan haben, LIDL-Logistik-Center, Getränke-Logistik-Center, ausländische Speditionen, Kompostwerk und so weiter und jetzt auch noch IKEA.

Die Leidtragenden sind natürlich wieder die Ötlinger, insbesondere die Anwohner der Stuttgarter Straße. Dass eventuell 240 Arbeitsplätze geschaffen werden können, ist in Ordnung, aber nicht um jeden Preis. Da IKEA von Möbeln über Haushalts- und Geschenkartikel bis hin zum Restaurant alles abdeckt, verlagert sich alles auf die grüne Wiese, zumal es dort keine Parkplatzprobleme gibt. Der ganze Großraum Esslingen bis nach Stuttgart, Schurwald und Filderraum wird herangezogen, Nürtingen und Großraum Göppingen nicht zu vergessen.

Es ist Augenwischerei zu glauben, dass diese Konsumenten über die Autobahn fahren. Jeder wählt den kürzesten und einfachsten Weg und der geht über B 10 / B 313 und L 1200 durch Ötlingen. Hat sich mal jemand dieser Entscheidungsträger samt Verwaltungschefin samstags in Ulm bei IKEA umgesehen, wie es dort verkehrsmäßig zugeht? Wir ersticken jetzt schon in Abgasen, werden krank vor Lärm und können keine Fenster mehr öffnen. Es geht doch vorrangig um die Gewerbesteuereinnahmen, damit man wieder solche unsinnige Ausgaben wie die neuen Lampen in der Innenstadt finanzieren kann.

Frau Strifler hat mit ihrem nebenstehenden Kommentar im zweiten Abschnitt den Nagel auf den Kopf getroffen. Was gehen die Verwaltung die Verkehrsprobleme in Ötlingen an, mit dem Bau eines Kreisels sind alle Probleme gelöst. Wie wäre es, wenn sich mal jemand für die seit über 20 Jahren geplante Umgehungsstraße einsetzen würde, anstatt ständig neuen Verkehr anziehende Firmen anzusiedeln. Wie war vor ein paar Jahren der Slogan von Ötlingen "liebenswert wie eh und je".

Ursula Ullmann

Kirchheim, Steingrubenweg

Der reinste Hohn

Zum Artikel "Frankreich erklärt die Stopfleber zum nationalen Kulturerbe" im Teckboten vom 20. Oktober:Die ganze Welt hat Angst vor der Vogelgrippe. Keiner, dem die Leiden der Tiere egal sind, hat Angst, dass die gequälten Kreaturen einmal auf ihre Art zurückschlagen werden. Für mich ist es der reinste Hohn, Stopfleber zum Kulturerbe zu erklären. Vielleicht wollen die Kanadier und andere Länder das Robben-Schlachten auch zum Kulturerbe erklären? Oder die Pelzzüchter ihre Pelztierfarmen? Oder, oder?

Vielleicht ist die Vogelgrippe der Anfang einer Antwort auf geplatzte Entenmägen oder geschwollene Gänseleber. Mal abwarten, was das nächste Weltkulturerbe ist.

Edeltraud Griesinger

Kirchheim, Hans-Böckler-Straße

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