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Die Neutralität sollteimmer gewahrt werden ...

Die Neutralität sollteimmer gewahrt werden

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Zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung "Die Bedeutung christlicher Werte für die Bildung an Schulen", im Evangelischen Gemeindehaus in Notzingen:

Der Kirchheimer Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann befasste sich im Evangelischen Gemeindehaus in Notzingen mit dem Thema: "Die Bedeutung christlicher Werte für die Bildung an den Schulen".

An dieser Veranstaltung nehme ich aus zwei Gründen Anstoß.

1. Kirchliche Gebäude sollten für parteipolitische Veranstaltungen verschlossen bleiben. Die Kirchengemeinden sind in diesem Punkt zur Neutralität verpflichtet. Es könnte der Eindruck entstehen, dass die Kirchengemeinde Notzingen bei der Wahl den Kandidaten der CDU unterstützt. Wäre dieser Eindruck gewollt, umso schlimmer.

2. Herr Zimmermann ist nicht der Richtige Für dieses Thema. Er weiß von christlichen Werten und erst recht von christlichem Handeln nichts, oder viel zu wenig. Er gehört zu den Mitgliedern des Petitionsausschusses beim Landtag, die gegen ein weiteres Verbleiben der Familie Batan in Wendlingen gestimmt haben. Nach 19-jährigem Aufenthalt soll diese Familie abgeschoben werden. Er ist dafür, das fünf Kindern der Familie das Heimatrecht genommen wird, dass die Familie weiter in Ängsten und Verzweiflung leben muss und dass sie demnächst irgendwo in der Türkei vor dem Nichts steht.

Klaus-Dieter Tempel

Nürtingen, In den Rehwiesen

Der Weihnachtsmarktkönnte schöner werden

Momentan wird von den Planern und Verantwortlichen unserer Stadt über die Schwerpunkte und Aktivitäten 2006 verhandelt. Sicher wäre es auch an der Zeit, jetzt schon über die Darstellung unseres Weihnachtsmarktes nachzudenken. Unser Kirchheim ist eine Stadt mit Flair, was sicher Besucher, Gäste und auch wir als Einwohner gerne bestätigen. Was jedoch zur Adventszeit unseren eher bescheidenen und nicht gerade einladenden Weihnachtsmarkt betrifft: alles andere als ansprechend oder eine Attraktion. Selbst kleinere Gemeinden um Kirchheim herum, sind in der Lage, eine nette Weihnachtsatmosphäre zu erstellen.

Vielleicht sollten die Verantwortlichen mal einen Blick über die Stadtmauern hinaus riskieren, die umliegenden Städte oder Gemeinden einmal betrachten, die eine oder andere Anregung wäre sicher zu überdenken. Oder sind die Marktstandgebühren unerschwinglich hier bei uns? Die Verkaufsstände sowie die Waren lassen zu wünschen übrig.

Kirchheim hat von der Standortauswahl für einen Weihnachtsmarkt sicherlich genügend variable Möglichkeiten. Wie wir ja alle wissen, wird unsere Stadt im Sommer mit ihren Veranstaltungen von Menschen gut und gerne besucht. Das "Mitternachtsshopping" war der Besucherschlager. Könnte nicht auch ein ansprechender Weihnachtsmarkt ein Anziehungspunkt für unsere Stadt sein? Vielleicht gibt es ja für die Adventszeit 2006 eine schöne Weihnachtsüberraschung für uns als Einwohner sowie die Besucher in Form eines einladenden Weihnachtsmarktes mit dem Flair, für das Kirchheim in der Umgebung auch bekannt ist.

Sylvia Dannenmann

Kirchheim, Schimmingweg

Standortnahe Abteilungist von großem Vorteil

Zur Diskussion um den Linkskathetermessplatz im Kirchheimer Krankenhaus:

Ich wurde im Juli wegen Herzinsuffizienz in das Kirchheimer Krankenhaus eingeliefert. Aufnahme, Betreuung und Behandlung waren hervorragend.

Wir können sehr froh sein, hier standortnah eine kardiologische Abteilung zu haben. Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, wie dringend notwendig auch in Kirchheim ein Herzkathetermessplatz ist. Nach 15-tägigem Aufenthalt in Kirchheim, wurde ich wegen einer Herzkatheteruntersuchung an die Klinik in Esslingen überwiesen.

Ich meldete mich um 9 Uhr in der dortigen kardiologischen Abteilung und nahm an, dass noch am Vormittag die Herzkatheteruntersuchung erfolgen wird. Nachdem ich drei Stunden im Flur gesessen war und schließlich reklamierte, musste ich mir von der Stationsschwester folgendes sagen lassen: Kassenpatienten werden der Reihe nach untersucht. Eine Verweildauer von mindestens drei Tagen war also vorgesehen. Den verlängerten Aufenthalt im Krankenhaus wie auch die teure Taxifahrt trägt die Krankenkasse. Auch die bereits in Kirchheim erfolgten Untersuchungen sollten in Esslingen wiederholt werden.

Auf meine Frage, ob ich als Privatpatient eine Chance habe, am gleichen Tag untersucht zu werden, kam die Antwort, dass der Chefarzt am späten Nachmittag noch einen Termin frei hätte. Ich wurde dann in ein Zimmer für Privatpatienten eingewiesen. Von jetzt an war der Ton verbindlich. Die Linksherzkatheteruntersuchung war vorbildlich. Resümee: Es ist dringend notwendig, in Kirchheim einen Linksherzkathetermessplatz zu installieren.

Wenn Herr Traub vom Wirtschaftlichkeit spricht, dann sollte er bedenken, dass die Wartezeiten beim Krankenhausaufenthalt sehr viel Geld kosten. Dies zahlen die Kassen und letztendlich die Patienten mit ihren Kassenbeiträgen.

Ganz abgesehen vom menschlichen Klima, das am Krankenhaus in Kirchheim herrscht, ist auch die Behandlung und Betreuung in Kirchheim hervorragend. Dies ist für eine schnelle Genesung der Patienten auch ausschlaggebend.

Alfred Wedekind

Weilheim, Wehrstraße

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.