Lokales

Die Owener Rocknacht wird erwachsen

Die Owener Rocknacht wird volljährig und feiert ihren 18. Geburtstag wie es sich gehört laut und ausgiebig mit einem Feuerwerk aus großartiger Musik und einer internationalen Gästeliste, die sich sehen lassen kann.

OWEN Mitfeiern werden am Samstag, 19. März, unter anderem Deutschlands momentan erfolgreichste christliche Band "Allee der Kosmonauten" und die US-Metaller von "Disciple". Mit dem "Rock'n'Roll Worship Circus" ist die wohl kreativste Modern-Worship-Band aus den Staaten mit am Start. Auch die kroatischen Stimmungsmacher "Seekers Planet" dürfen bei einer echten Party nicht fehlen. Die beliebte Rock-Band "Phloxx" wird ihr Abschiedskonzert geben und die Newcomer "Freequency" runden das bunte Line-Up der Feier ab.

Anzeige

"Disciple" aus USA steht für "Metal rocks". Das ist das musikalische Glaubensbekenntnis der Band. Mit dieser Überzeugung heizen die vier Amerikaner ihrem Publikum ohne Ende ein. Ihren geplanten Auftritt vor zwei Jahren mussten "Disciple" kurzfristig abgesagen. Zwei Jahre später hält sie nichts mehr. Die Rocker werden ihrem Ruf als echte Power-Band mehr als gerecht und setzen direkt noch einen oben drauf: Erstmalig präsentieren sie in Deutschland ihre brandneuen Songs. Die Musik von "Disciple" wurde schon mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen versehen: von "Rap Core" bis "Heavy Groove" war alles dabei. Aber so abwechslungsreich ihr Sound auch ist, die Jungs aus Nashville sind und bleiben kompromisslose Vertreter des Southern Metal. Der Mix aus immer wieder Neuem und immer wieder Gutem ist das Faszinierende an "Disciple". Auf diese Band lohnt es sich zu warten und das Ende des Wartens wird ein wahres Fest für die Ohren "Disciple" werden es krachen lassen, versprechen die Veranstalter.

Das Geheimnis der US-Band "Rock'n'Roll Worship Circus" steckt schon im Namen. Es ist die Mischung aus leidenschaftlicher Hingabe an Gott und grenzenlosem Rock'n'Roll. "Worship muss nicht so klingen wie irgendwas, was du schon mal gehört hast", sagen die Jungs aus Washington und liefern mit ihren ausgefeilten Sounds mit Einflüssen aus den 70er- und 80er-Jahren den Beweis dafür. Zu den Fans der Ausnahme-Band gehört unter anderem auch "Delirious". Die britischen Chartsstürmer haben den "Worship Circus" mit auf Tour und direkt danach unter Vertrag genommen. Aus gutem Grund. Wer den "Rock'n'Roll Worship Circus" einmal live gesehen hat, weiß: das ist die wohl kreativste Worship-Rock-Band der heutigen Zeit mit Songs zum Abfeiern und Beten, zum Mitmachen und oft einfach nur zum Staunen.

Herbert Grönemeyer hat die "Allee der Kosmonauten" (ADK) schon vor Jahren als "eine der besten und intelligentesten Romantik-Rock-Bands Deutschlands" bezeichnet. Wie recht er hatte, dürfte inzwischen jedem klar sein. Die "Kosmonauten"gehören mit zum Besten. Den Beweis dafür liefern sie nicht nur in Owen sondern auch schon am 12. März beim deutschen Eurovision Song Contest-Vorentscheid. Bekannt geworden sind ADK als Initiatoren des All-Star-Projekts "Zeichen der Zeit". Aber auch alleine liefern die Jungs die perfekte Mischung aus sanft und stark. Ihre Musik steckt voller Sehnsucht und Bedeutung. Was sie nicht davon abhält, es auf der Bühne so richtig krachen zu lassen. Sie sind Schulze für Fortgeschrittene, Silbermond mit Tiefgang, die momentan größte Hoffnung für christliche Musik in Deutschland und ganz bestimmt echte Gewinner. Daran werden sie auch eine Woche nach dem Grand Prix keinen Zweifel lassen.

Müde Beine, miese Stimmung, Langeweile . . . haben keine Chance mehr, wenn "Seeker's Planet" zum Großangriff bläst mit Trompete, Posaune und Saxofon. Vor allem aber mit einer Power, die jedes Publikum zum Hüpfen und jeden Frust zum Schmelzen bringt. Aber Achtung: Die sechsköpfige Ska-Band aus Kroatien ist ansteckend. Ihre pure und ausgelassene Lust an der Musik überträgt sich direkt aufs Publikum. Zu beobachten war das in Deutschland schon bei unzähligen Konzerten, von der Expo bis zu JesusHouse waren die Jungs überall dabei. Auch in Owen haben sie schon im vergangenen Jahr gerockt. Deutschland scheint sich einig: Diese Band muss wiederkommen.

Eigentlich ist es ja kein schöner Anlass und sicherlich wird es hart, sie gehen zu lassen. Aber bevor "Phloxx" für immer die Bühne verlassen, werden sie in Owen nochmal alle Register ziehen. Die schwäbischen Hardrocker um Frontfrau Mimi haben nach acht Jahren Bandgeschichte beschlossen, einen Schlussstrich zu ziehen. Sie verschwinden mit einem echten Knall: ihrem Abschiedskonzert auf der Rocknacht. Da werden die fünf nochmal klar machen, was "Phloxx" bedeutet: Crossover pur, Energie ohne Ende und klare Aussagen. Für Fans sowieso ein absolutes Muss und sicher wird "Phloxx" auch mit ihrem letzten Konzert noch neue Anhänger gewinnen. Rocken statt heulen ist das Motto. "Phloxx" wird zeigen, wie's geht, zusammen mit Special Guests von "W4C", "Capewalk", "Seeker's Planet" und "Crushead". Es wird ein Abschied voller Überraschungen, so die Veranstalter.

Ohren auf heißt es für einen Opener, der die Gehörgänge durchpustet. "Freequency" präsentiert ein breites Sortiment verschiedener Musikrichtungen. Mal punkig, mal balladig, aber immer Rock, immer clever und immer auf den Punkt. Die fünf Jungs und das Mädel haben ein Händchen fürs Handgemachte und genug Energie für große Hallen. Das haben auch Tobias Kurrle (Ararat, Dorians) und Daniel Konold (Capewalk) erkannt und für ihre Debut-Scheibe die Regler gedreht. Der Geheimtipp aus Laichingen ist auf dem Weg, keiner mehr zu sein, denn Qualität lässt sich nicht lange geheim halten. "Freequency" liefert in Owen die Frequenz, die auf einen Abend voller Highlights einstimmt.