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Die Post braucht Hilfe Vor einigen ...

Die Post braucht Hilfe

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Vor einigen Monaten berichtete der Teckbote über wesentliche Veränderungen bei der Deutschen Post: Die Briefe für uns Kirchheimer werden seitdem nicht mehr im Kirchheimer Postamt sortiert, sondern außerhalb Kirchheims vorsortiert und den Briefträgerinnen und Briefträgern so zum Austragen übergeben. Auch sind in vielen Fällen die langjährig gewohnten Postboten verschwunden; die Post wird jetzt von wechselnden Personen verteilt, die in auffälliger Eile mit dem Rad unterwegs sind und sich mit den Verhältnissen vor Ort nicht auskennen.

Für uns Postempfänger war eine Folge dieser Umstellungen sehr spürbar: wesentlich häufiger als früher liegen seitdem Briefe für Mitbürger in unserem Briefkasten, die mit uns meist nur die Hausnummer teilen, aber in einer ganz anderen Straße wohnen. Diese Post geben wir, wenn es sich nicht gerade um die nächste Querstraße handelt, wieder an die Post zurück und hoffen, dass das Zustellen beim zweiten Versuch besser klappt.

Ganz ärgerlich ist aber, wie viel Post nun gar nicht mehr ankommt. In unserer Familie werden seit Mitte Dezember insgesamt neun Briefe vermisst, die uns nicht erreicht haben und auch nicht wieder beim Absender angekommen sind. Vielleicht liegen sie noch bei anderen Kirchheimern, die die Hausnummer 58 haben und im Weihnachtsurlaub waren? Dann könnten wir in den nächsten Tagen noch viel Post bekommen.

Unsere bisher bei der Post gestellten Nachforschungsanträge haben zwar eine Bearbeitungsbestätigung, aber kein Ergebnis gebracht. Deswegen eine herzliche Bitte an die Leser des Teckboten: Bitte tragen auch Sie solche Irrläufer wieder zum nächsten Postkasten und bitte melden Sie sich bei der Post, wenn auch Ihnen Briefe fehlen. Für 6 Cent Telefonkosten kann man unter der Rufnummer 01 80 / 2 33 33 bei der Deutschen Post reklamieren und die Nachforschung beantragen. Die Mitarbeiterinnen im Kirchheimer Postamt dürfen solche Reklamationen nicht mehr annehmen.

Jörn Ziegler

Austraße, Kirchheim

Wie lange können wir unssolche Utopien leisten?

Zum Artikel "Banken und Politiker hören nicht auf Warnungen Überfordert, ahnungslos oder schlicht dumm?", im Teckboten vom 29. Dezember:

Das war einfach ganz toll. In Amerika wurde das Märchen vom ständigen Wachstum wahr. Jedermann, mit etwas Mut oder Leichtsinn, konnte sich darin finden und profitieren. Ohne Eigenkapital, ganz auf Schulden wird ein Haus gekauft und ein Jahr später mit 20 Prozent Gewinn wieder verkauft. So geschehen mehrmals, die 20 Prozent wurden konsumiert. Zu lesen war diese Geschichte schon vor zwei oder drei Jahren.

Heute wissen wir, dass deutsche Banken sich an dem obigen Märchen beteiligt haben. In guter Verpackung sprich Wertpapiere wurden riskante Kredite von deutschen Banken übernommen, wegen der hohen Renditen. Derzeit sind diese Papiere ohne Markt, also wertlos (400 Milliarden). "Die Gier hat ihnen das Hirn weggeblasen" steht in obigem Artikel zu lesen. So wird es wohl gewesen sein. Aber ich frage mich, wie lange wollen und können wir uns solche Utopien nicht nur in den Banken leisten?

Dem braven Bürger, also mir, könnte obiges eigentlich egal sein. Doch nein, es geht ja um unser Geld, den Wert unseres Geldes und somit auch um den Wert von Reserven für das Alter.

Die europäische Zentralbank hat Hunderte Milliarden in den Kreislauf gepumpt, um Banken vor der Pleite zu retten. Woher kommt das Pumpgeld? Welchen Wert hat es, wenn es stimmt, dass sich der Geldwert in den letzten Jahrzehnten mal 40, Realwerte aber nur mal vier vermehrt haben?

Unter dem Datum vom 6. September 2007 steht im Teckboten zu lesen: "Eine solch gigantische Geldvernichtung darf es nicht wieder geben." Was war das für ein Geld? Nun, nicht schlimm, es gibt ja Pumpgeld und noch haben wir beim Einkauf im Supermarkt nichts bemerkt. Ich würde mich sehr freuen, wenn ein Finanzexperte mein Misstrauen oder meine Unkenntnis zurechtrücken könnte.

Friedrich Blum,

Lange Morgen, Kirchheim