Lokales

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Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

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Aufklärung tut not

Zum Sinn dieses aufgemalten "Pseudo"-Radweges gibt es bestimmt geteilte Meinungen. Abgesehen davon sollte man aber dringend bestimmte Verkehrsteilnehmer darüber aufklären, dass es sich eben nicht um einen "richtigen" Radweg handelt dafür wäre die Fahrbahn auch viel zu schmal. Die aufgemalten Markierungen zeigen dem Autofahrer nur an, welchen Abstand er bei einem Fahrrad einzuhalten hat und dem Radler, wo er bergauf radeln muss. Ist kein Radfahrer da, gilt eindeutig das Rechtsfahrgebot und der Radstreifen ist wie die restliche Fahrbahn mitzubenutzen.

Immer wieder ist zu beobachten, dass bergab fahrende Autos bis fast zum Stillstand abbremsen müssen, weil ihnen andere in der Mitte der Fahrbahn entgegenkommen. Diese wissen dann gar nicht, warum sie angehupt werden. Die ersten Radler, welche den Radstreifen auch bergab benutzen, konnte ich erst kürzlich beobachten. Aufklärung tut also not.

Peter Schulz

Ötlingen, Waldstraße

Falsche Signale ausder Führungsetage

Zum Artikel "Hauptübung/Kirchheimer Jugendfeuerwehren stellen ihr Können eindrucksvoll unter Beweis", im Teckboten vom 20. September:

Interessiert las ich den Artikel über die Hauptübung der Kirchheimer Jugendfeuerwehren. In unserer heutigen Gesellschaft ist es einfach toll zu sehen, dass so viele Jugendliche mit Engagement bei einer Sache sind und sich in ihrer Freizeit mit einer sinnvollen, gemeinnützigen Aufgabe, mit langer Tradition beschäftigen. Umso enttäuschter war ich deshalb, keinen Vertreter aus der Führungsetage der Stadt Kirchheim bei der Hauptübung gesehen zu haben. Das sind doch die falschen Signale an aktive junge Leute. Gerade die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, so schien mir, ist unserer Oberbürgermeisterin doch ein großes Anliegen. Dies wäre für sie eine gute Gelegenheit gewesen, das Engagement der Jugend zu würdigen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

Kerstin Schmid

Ötlingen, Wielandstraße

"Parkproblem"Schimmingweg

Erst vorige Woche wurden die Parksünder im Schimmingweg wieder mit einem roten Zettel ausgestattet: "Ihr Fahrzeug wurde beanstandet, da es ordnungswidrig abgestellt ist." Das war nicht das erste Mal und wird auch sicher nicht das letzte Mal sein. Denn hier stehen ständig Autos, links und rechts der Straße, Stoßstange an Stoßstange. Es ist unmöglich, einen gekennzeichneten Parkplatz zu finden, wenn man als Besucher in den Schimmingweg kommt. Folglich gibt es keine Alternative, als das Auto am Straßenrand zu parken, obwohl es dann im Parkverbot steht.

Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis man den nächsten Strafzettel an der Scheibe kleben hat. Jedoch wird diese "Strafe" nichts an dem Parkproblem im Schimmingweg ändern, im Gegenteil, es werden weiterhin Autos dort parken. Deshalb sollte man dafür sorgen, dass in diesem Gebiet mehr öffentliche Parkplätze zur Verfügung stehen, um die Situation zu verbessern, anstatt mit Strafzetteln dagegen vorzugehen. Denn dies ist keine Lösung des Prob-lems, sondern dient nur als zusätzliche Einnahmequelle.

Tina Gölz

Weilheim/Teck

Lehrerbesoldung rauf oder runter?

Das Sommerloch war ja eigentlich schon überwunden, da wurden die Lehrerinnen und Lehrer mit einer wirren Diskussion ins neue Schuljahr geleitet. Drei maßgebliche Spitzenpolitiker der CDU, Frau Schavan und die Herren Oettinger und Stratthaus, äußerten sich zur Lehrerbesoldung. Kürzen oder erhöhen? Für junge Lehrer/innen kürzen? Oder doch lieber für ältere Lehrer/innen? Weihnachtsgeld für drei Jahre aussetzen? Die kürzlich abgeschaffte Leistungsprämie nun doch wieder einführen?

Unbestritten ist: Die Regierenden im Bund, den Ländern und den Kommunen müssen angesichts sinkender Steuereinnahmen über die Erhöhung der Einnahmen und die Senkung der Ausgaben nachdenken und auch unbequeme Entscheidungen treffen. Klar ist auch: Die Mehrheit der Bundesbürger hält in der jetzigen Finanzsituation der öffentlichen Haushalte Sparen für notwendig. Aber in der Regel sollen die anderen zu sparen beginnen. Wenn wir verhindern wollen, dass sich unsere Gesellschaft in den Spardiskussionen der nächsten Jahre die sich noch verstärken werden noch viel mehr spaltet als bisher, dann müssen wir eine offene, ehrliche und solidarische Diskussion beginnen, die alle gesellschaftlichen Gruppierungen in die Pflicht nimmt jede nach ihren Möglichkeiten. So lange eine Diskussion dieser Art noch nicht einmal im Ansatz erkennbar ist, sind Sonderopfer einzelner Gruppen also beispielsweise der Beamten allgemein oder der Lehrer/innen speziell indiskutabel. Hans Dörr Kreisvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Notzingen, Müllerweg