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Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

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Rockabilly ist vielmehr als nur Musik

Zum Artikel "Weiter kommt, wer die meisten Fans mitbringt", im Teckboten vom 25. September:

Der geneigte Rock 'n' Roller wird sich wohl damit abfinden müssen, dass alles, was sich nicht für die Philharmonie eignet, mit dem Allgemeinplatz Rock 'n' Roll betitelt wird. Zumindest in Deutschland herrscht die Unsitte, Hard Rock, Heavymetal, Punk und Ähnliches mit dem heiligen Rock-'n'-Roll-Gewand zu schmücken. Manche Zeitgenossen gehen sogar so weit und attestieren selbst Hip-Hop und Funk eine gewisse Nähe zum Rock 'n' Roll. Ein Sakrileg, das den Teddy Boys und Rockabillys dieser Welt natürlich die Zornesröte ins Gesicht treibt; nicht zuletzt, weil sie für ihre kompromisslose Liebe zu ihrer Musik zuweilen auch gepeinigt werden. Freilich hat jeder Musikstil seine Berechtigung und fördert die Musikvielfalt, nur seltsam eben, dass sich so viele mit fremden Federn schmücken, nämlich denen des Rock 'n' Roll.

Ein aktuelles Beispiel in Sachen Begriffsmissbrauch findet sich in dem Artikel "Weiter kommt, wer die meisten Fans mitbringt". Da ist von unterschiedlichen Spielarten des Rock 'n' Roll wie Blues und Punk die Rede. Blues ist der musikalische Vater des Rock 'n' Roll und beileibe keine Spielart respektive Untergattung. Dem Punk als Subkultur in der Subkultur, darf man schon eine eigene Identität zusprechen. Streng musikalisch und im soziologischen Kontext definiert, können getrost als Spielarten des Rock 'n' Roll sein zeitgleicher und direkter Bruder aus den Südstaaten der Rockabilly sowie der Doo Wop, der Boogie-Woogie und der Swing bezeichnet werden. Ferner ist der postmoderne, in den 70ern entstandene Teddy-Boy-Rock-'n'-Roll stilistisch ganz klar dem echten 50er-Jahre-Rock-'n'-Roll zuzurechnen.

Alle anderen Musikstile und Musiker, denen spitzfindige Rabulisten und Pop-Promoter gerne mal die Rock-'n'-Roll-Krone aufs Haupt setzten, merken meist sehr schnell, dass ihnen diese Nummer zu groß ist, denn Rock 'n' Roll oder besser gesagt Rockabilly ist viel mehr als nur Musik er ist ein kompromissloser Lebensstil, dessen Puls vom hämmernden Klacken eines dynamischen geslappten Kontrabass bestimmt wird. Axel Sigel

Dettingen, Eisenbahnstraße

Fehlende Objektivitätist sehr zu bedauern

Zum Artikel "Weiter kommt, wer die meisten Fans mitbringt", im Teckboten vom 25. September:

Es ist uns bewusst, dass wir nicht die Besten sind, doch trotzdem sollte unsere Leistung, die wir uns in solch kurzer Zeit erarbeitet haben, nicht dermaßen unterbewertet werden. Die Kritik wäre wohl nicht so verheerend ausgefallen, wenn die Wahl anders ausgegangen wäre. Es lag an diesem Abend nicht in unserer Hand. Wir sind lediglich aufgetreten um unser Bestmögliches zu geben. Dass die Stimmen am Donnerstagabend nur aus Sympathiegründen vergeben wurden und dass das Publikum und die "Fans" nicht in der Lage waren, objektiv zu urteilen, bedauern wir sehr.

Wie alle anderen wissen wir sehr wohl, dass durch unseren "Sieg" die Leistung der anderen Acts nicht entsprechend gewürdigt wurde, wie sie es verdient hätten. Wir brauchen den Titel nicht. Uns bedeuten unsere kleinen Fortschritte im Proberaum mehr als ein Pokal und wir würden uns besser fühlen, wenn wir an dem besagten Abend leer ausgegangen wären.Daniel SeegerOhmden, HauptstraßeSteffen RückschloßOhmden, DorfwiesenwegStellvertretend für "in beige"