Lokales

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Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

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Am Alleenringgeht nichts mehr

Zur Verkehrssituation am Kirchheimer Alleenring:Nach dem Verkehrschaos am Samstag um den Alleenring habe ich den großen Wunsch: Lasst uns den Kreisverkehr Alleenring einspurig wenigstens probieren, und zwar ab morgen. Michael Holz Stadtrat der Grünen /Alternativen Kirchheim, Marktstraße

Versachlichung tut Not

Zur Diskussion um die Eduard-Mörike-Halle:

Die Krawallrhetorik, mit der mein Fraktionskollege Steffen Opferkuch wegen seines Leserbriefs zur Eduard-Mörike-Halle überzogen wird, zeigt, dass bei der ÖBI und ihren Anhängern wohl die Nerven blank liegen. Gerade deshalb tut eine Versachlichung der Diskussion Not.

Die CDU hat bereits in ihrem Programm zur Kommunalwahl den Vorschlag unterbreitet, die Eduard-Mörike-Halle in einen Förderverein einzubringen, der unterstützt durch eine städtische Anschubfinanzierung das Objekt saniert und zukünftig betreibt. Ähnliche Modelle funktionieren bereits bei der Naberner Zehntscheuer und beim Dettinger Hallenbad. Bürgerschaftliches Engagement zum Erhalt der Halle wurde nach einem entsprechenden Vorschlag der CDU-Fraktion im Ortschaftsrat von Ortsvorsteher Kik als "Kuchenverkaufen" abgetan. Unsere weitere Anregung, dass Herr Kik zusammen mit den Vorsitzenden der Ötlinger Vereine wenigstens bei den Gemeinderatsfraktionen für die Sanierung der Halle gezielt werben soll dasselbe tat übrigens der Naberner Ortsvorsteher für die Gießnauhalle wurde von ihm als "Bettelei" verunglimpft.

In der jüngsten Sitzung hat nun der Gemeinderat einstimmig beschlossen, Möglichkeiten zum Verkauf, zur Verpachtung oder zur Verschenkung der Halle und einer damit verbundenen Einbringung in einen Förderverein zu überprüfen. Auch der Ortschaftsrat Lindorf hat sich offen gegenüber einer solchen Lösung gezeigt. Dies verdeutlicht, dass es die CDU war, die bereits frühzeitig weitergedacht hat. Uns nun vorzuwerfen, wir würden ideologisch handeln, geht deshalb an der Sache völlig vorbei. Vielmehr sollten Herr Kik und Konsorten ihre eigene Position, wonach der "böse Gemeinderat uns das Geld für die Hallensanierung nicht geben will", auf Ideologie hin überprüfen. Ideologie ist schließlich der aus Arroganz und Engstirnigkeit resultierende Verzicht, weiterzudenken.

Thilo Rose

CDU-Fraktionsvorsitzender

Ortschaftsrat Ötlingen

Kirchheim, Lenaustraße

Durchfahrverbot für Schwerlastverkehr

Zum Artikel "Ministerium will konkrete Zahlen abwarten", im Teckboten vom 30. März:Wir würden dem Verfasser dieses Artikels empfehlen, sich ab morgens 5 Uhr mal in Ötlingen an die Kreuzung zu stellen und dies auch tagsüber, damit er sieht, wie viele Lkw dort unterwegs sind. Von jeder Zeitung, die bis jetzt einen Artikel über die Initiative gebracht hat, war ein Reporter vor Ort, der Teckbote auch? Wir haben in keinem Schreiben Maut für die L 1200 gefordert, da dies gar nicht möglich ist, sondern ein Durchfahrverbot für Schwerlastverkehr.

Wie man den Medien am 29. März entnehmen konnte, hat Düsseldorf bereits eine Straße für Lkw-Verkehr gesperrt, Dortmund plant Ähnliches. Außerdem geht es nicht nur um den Feinstaub, sondern um Gesundheitsgefährdung, Lärm und Schäden an den Straßen. Inzwischen wurden in Ötlingen über 500 Unterschriften gesammelt. Sporadisch wurden bisher fast 180 Speditionen und Firmen mit Namen notiert, die hier durchfahren, zu 70 Prozent aus einem Umkreis von 100 Kilometern. Es ist illusorisch zu glauben wie Minister Mappus dass diese Lkw in ein paar Monaten wieder auf die Autobahn gehen. Die Aussage von ihm, dass die Maut in dem einen oder anderen Fall zu dauerhaften Verlagerung führen könnte, ist leicht untertrieben. Fast jeden Tag kommen im Fernsehen Berichte über Gemeinden, die sich über den Schwerlastverkehr beschweren und Maßnahmen ergreifen wollen. Man sollte dieses Problem wirklich nicht verharmlosen. Bei uns wurde vor der Maut keine Verkehrs-zählung durchgeführt, wie will man hier vergleichen?

Den Ausführungen von Minister Mappus muss man entnehmen, dass ihm der Lkw-Verkehr wichtiger ist, als die Gesundheit der Bürger, wenn er besorgt ist, dass der Regionalverkehr zusätzlich mit Kosten belastet wird. Es wäre wünschenswert, dass die OR-Sitzung und die Gemeinderatssitzung dies betreffend ebenso zahlreich besucht wird wie bei der Anhörung wegen der Eduard-Mörike-Halle. Jörg und Ursula Ullmann Kirchheim, Steingrubenweg

Es hätte doch sogut gepasst . . .

Zum Artikel "Irrwitzige Bürokratie macht Ärzte krank", im Teckboten vom 1. April:

Der Artikel hätte sich an einem 1. April nahtlos in die Serie der Aprilscherze eingereiht und mancher Leser wird jetzt erstaunt sein, zu lesen, dass das nicht der Fall ist. Es hätte doch so gut gepasst . . .

Dr. Claus-Peter Herzberg

Kirchheim, Osianderstraße

"Staatliche Ganztagesverwahrung"?

Zum Artikel "Weitere Ganztagesschulen", im Teckboten vom 4. April:Die Bundesregierung fördert mit dem Investitionsprogramm Zukunft, Bildung und Betreuung (IZBB) neue und bestehende Ganztagesangebote an Schulen. Zwischen Bund und Ländern wurde nur die Förderung bereits bestehender Angebote in den neuen Bundesländern vereinbart. Was Frau Bregenzer als "Brennpunktschulen" beschreibt, sind die schon vor IZBB bestehenden Ganztagesangebote in Baden-Württemberg (immerhin rund 400). IZBB schafft in Baden-Württemberg nur neue Angebote, fördert aber nicht die bestehenden.

Manche Kommunen verschweigen ihren Gemeinderäten, welche tatsächlichen Folgekosten durch die dabei nun schnell getroffenen Entscheidungen künftig zu tragen sind.

Ein Grundfehler der IZBB-Mittelvergabe im Land ist das so genannte "Windhundprinzip": wer zuerst kommt, kassiert zu erst. Das führt zu Antragsstellungen, die teilweise pä-dagogisch, organisatorisch oder wirtschaftlich fragwürdig sind.

Ganztagesangebote haben ihre Berechtigung und ihren Nutzen. Allerdings halte ich es für einen kardinalen Fehler, in der "staatlichen Ganztagesverwahrung" von Kindern und Jugendlichen die einzige Zukunftslösung zu sehen. Vielmehr müssen wir die Familien (klassisch oder Patchwork Familie ist, wo Kinder aufwachsen) ideell und ökonomisch befähigen, die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder zu leisten. Dazu dürfen Kinder kein Armutsrisiko sein und die Menschen müssen die Freiheit haben, ihr Leben selbst zu gestalten. Wer nur fördert aber nicht fordert, der sorgt mit für den schleichenden Tod der Bürgergesellschaft.

"Pädagogische Konzeption" sollte mehr sein, als "warmes Essen und Betreuung". Das hat die Landesregierung bereits vor der Bundesregierung erkannt gehabt. Frank Schweizer Kirchheim, Weileräcker

Hysterie wegenFeinstaub

Eine fast uralte EU-Richtlinie verursacht heute eine Hysterie bei der Bevölkerung, die der Sache nicht dient. Schon 1996 kam die erste Richtlinie der EU zur Luftreinhaltung, dann 1999 die heutige geltende Richtlinie. Richtlinie bedeutet, die Mitgliedsstaaten müssen die Richtlinie in nationales Recht umsetzen. Dies hat Deutschland, verspätet, im Jahr 2002 vollzogen. Es wäre also genügend Zeit gewesen, hier Gegenmaßnahmen durchzuführen. Nur keiner, weder Bund, Land und Kommune, wollten an die Sache ran. Heute ist es fast zu spät und die EU hat das Recht, gegenüber Deutschland ein Bußgeld zu verhängen.

Feinstaub gab es schon immer. Dazu gehören zum Beispiel auch der ab und zu auftretende Staub aus der Sahara und der Qualm von den Holzheizungen. Aus Deutschland habe ich leider keine wissenschaftlich gestützten Unterlagen gefunden. In Unterlagen des Umweltbundesamtes in Österreich und des Bundesamtes für Umwelt der Schweiz (Internet) sind die Quellen von Feinstaub angegeben. Dabei kommen rund 35 bis 39 Prozent des Feinstaubes aus der Industrie, der Verkehr erzeugt zwischen 20 und 35 Prozent, die Landwirtschaft rund 15 bis 23 Prozent, die Haushalte zwischen 5 und 23 Prozent, dies je nach verwendeter Unterlage. Beim Verkehr werden nach den Unterlagen der Schweiz rund 60 Prozent der Emission vom Abrieb erzeugt. Es ist somit unbillig, nur immer auf den Verkehr und dabei auf die Dieselfahrzeuge als Hauptursache zu schielen. Hier sind Bemühungen aller notwendig.

Nachdem über 30 Prozent der Emission aus der Industrie kommt, ist es verständlich, dass die Industrie nach einem Aussetzen der Richtlinie ruft. Nach meiner Meinung hilft in den belasteten Gebieten kurzfristig nur die gute alte Straßenreinigung mit Wasserspringwagen, die jede Nacht die entsprechenden Hauptstraßen abfahren und die Straßen nass reinigen. Mittelfristig muss sich die Industrie einiges überlegen, um die Belastung zu vermindern. Dazu muss der Bund entsprechende Druckmittel (Gesetze) bereitstellen. Peter Lehmann

Lenningen, Gartenstraße

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