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Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

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Auf Utopien setzenheißt "nichts tun"

Zum Artikel "Jesingern ist Ortsumfahrung wichtiger als neue Ortsmitte", im Teckboten vom 4. März:

Nach einer Ankündigung, die sich nur auf die Ortsmitte und nicht auf die Ortsumfahrungen bezog, war ich erstaunt, wie viele an der Info-Veranstaltung teilnahmen. Die Aussage der Überschrift des Artikels halte ich aber für verfrüht. Wie viele im Südteil wohnende Jesinger wären gekommen, wenn zur Diskussion Südumfahrung Brunnenstraße eingeladen worden wäre? Einem Teil Jesingens, der dann zwischen zwei stark befahrenen Straßen liegen würde.

Wie viele im Nordteil wohnende Jesinger wären gekommen, wenn es um die Nordumfahrung gegangen wäre? Hier wurde gerade ein Neubaugebiet erschlossen, dem dann eine Umgehungsstraße vor die Nase gesetzt würde. Jeweils die Hälfte Jesingens. Wer die Ortsmitte und verkehrsberuhigende Maßnahmen an der bestehenden Straße auf Kosten einer nur langfristig umsetzbaren Umgehungsstraße vernachlässigt, sollte wenigstens Roß und Reiter nennen. Sollte sagen, welcher Teil Jesingens mit einer Straße zu rechnen hat. Auf Utopien wie Autobahnanschluss oder eine Untertunnelung Jesingens zu setzen, heißt weiterhin "nichts tun". Diesem "Nichtstun" unterliegt ein Großteil des Jesinger Ortschaftsrates schon seit Jahren und verhindert so mögliche Maßnahmen zur sinnvollen Nutzung und zur verkehrstechnischen Entlastung der Jesinger Ortsdurchfahrt.

Keine Fraktion hat an diesem Abend Stellung bezogen, obwohl alle in ihrem Wahlprogramm die Problematik Ortsdurchfahrt hervorheben und obwohl sich der Ortschaftsrat seit Jahren damit beschäftigt. Um keine Frage offen zu lassen: Ich stelle mich sowohl gegen die Süd- als auch gegen die Nordumfahrung. Durch weiteren ortsnahen Straßenbau wird das für Jesingen prognostizierte Verkehrswachtstum sicher noch übertroffen. Zeit für eine Umgehungsstraße war vor 40 Jahren, als die Kastanienallee an der Lindach zu Gunsten der jetzigen Straße entfernt wurde. Die Vorschläge des Büros Pfeiffer sind, mit und ohne zukünftige Umgehungsstraße, eine gute Basis für eine zeitnahe und verantwortliche Planung der Dorfentwicklung Jesingens.

Dr. Martin Gienger

Jesingen, Weiherstraße

Wichtiger Bausteinim Gesamtkonzept

Zum Artikel "Klausurtagung Den Visionen müssen nun Beschlüsse folgen", im Teckboten vom 23. Februar:Es ist verständlich, dass sich die Stadt in Zeiten knapper Kassen weitgehend auf ihre Pflichtaufgaben beschränken muss. So wird auch die notwendige Sanierung der 43 Jahre alten Eduard-Mörike-Halle seit Jahren immer wieder hinausgeschoben. Nur weil auf Grund der guten Bausubstanz über die Jahrzehnte keine tief greifende Notfallsanierung wie bei einer Reihe anderer Bauwerke Kirchheims, vor allem Tiefgaragen, Sporthallen und Schulgebäuden erforderlich war und deshalb der Zwang fehlte, sie baulich auf dem Laufenden zu halten, wäre nun eine größere Sanierung erforderlich.

Um sich dieser versäumten Aufgabe nun ganz zu entledigen, steht unter anderem der schlaue Vorschlag im Raum, sie für 1 Euro zu verscherbeln. Ohne Zweifel wäre dies das Aus für die Eduard-Mörike-Halle. Dabei sollte man aber berücksichtigen, dass die meistgenutzte Mehrzweckhalle der Stadt im mit über 6 500 Einwohnern größten Ortsteil die ganze Woche über ausgelastet ist. Sie ist für den zweitgrößten Sportverein Kirchheims, den TSV Ötlingen, unverzichtbar und wird auch von Vereinen der Kernstadt intensiv genutzt und ist damit ein wichtiger Baustein im städtischen Gesamtkonzept.

Ein Verzicht auf diese Halle wäre ein Verlust für ganz Kirchheim. Obwohl sollte es gelingen, einen Euro für die Halle zu erlösen, wären für die "Pflichtaufgabe neues Beleuchtungskonzept" in der Fußgängerzone statt der halben Million "nur" noch 499 999 Euro aufzubringen.

Herbert Modi

Ötlingen, Haldenstraße Dr. Regina Modi

Kirchheim, Ziegelstraße

Klaus-Peter Szabo

Kirchheim, Ziegelstraße

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