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Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

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Unverständliche Hysterie

Zum Tod von Papst Johannes Paul II:Dass wir Menschen den von Gott gegebenen Verstand ausschalten müssen, um alles zu akzeptieren, was die verschiedenen Religionen der Welt missionieren und predigen, ist nichts Neues. Was uns aber derzeit durch den Tod des Heiligen Vaters an Botschaften überflutet, übertrifft das Zumutbare.

Ich möchte diese Aussage mit einigen Zitaten aus Rundfunk und Presse dokumentieren: "Der Papst hat wie Jesus für uns gelitten. . ."/ "Immer mehr Notarztwagen steuerten den Petersplatz an. Die Helfer mussten wieder und wieder Trauernde versorgen, die vor Schock ohnmächtig zusammengebrochen waren. . ."/"Wir sind hier, weil wir einen großen Mann in den Himmel begleiten wollen. . ."/Über Lautsprecher wurden die Menschen zu andächtiger Stille aufgefordert, "um den Papst bei seinen ersten Schritten in den Himmel zu begleiten"/Kardinal Martinez Somalo stellte "den Moment des Schreckens" fest.

Wieso "Schrecken"? Der Gesundheitszustand des Papstes war seit Tagen so, dass der Tod eine Erlösung war. Was haben die Millionen von Menschen in der ganzen Welt vor und nach seinem Tod gebetet? Der Papst hatte mit Sicherheit die besten Mediziner, um seine Schmerzen zu lindern. Dass er in den Himmel kommt, darf zumindest für einen Gläubigen keine Frage sein, denn, wenn nicht er, wer dann sonst? Mit seinem gesegneten Alter von 84 Jahren hat ihn Gott zu sich geholt.

Für mich ist diese ganze Hysterie unverständlich. Bei aller Liebe zum Heiligen Vater und größtem Respekt vor seinem Wirken was sich jetzt nach seinem Tod abspielt, ist nur dann zu begreifen, wenn man weiß, dass in solchen Situationen viele Menschen ihrem angeborenen Herdentrieb und Sensationshunger machtlos ausgeliefert sind. Und offensichtlich ist dann logisches Denken tabu. Wilfried Kälberer Notzingen, Herdfeldstraße

Ein schwerfälligerrosa Elefant

Zum Artikel "Owener bleiben auf der Strecke", im Teckboten vom 1. April:Als Schopflocher kann ich die Aussage, dass es talaufwärts keine Probleme mit der DSL-Versorgung gibt, leider nicht verifizieren. Dies mag vielleicht für den talabwärts gelegenen Teil von Lenningen zutreffen, nicht aber für den Teilort Schopfloch am Albrand. Wie es in Hochwang, der zweiten Lenninger Albgemeinde aussieht, weiß ich nicht. Hinsichtlich der ursprünglichen vollmundigen Versprechen, von wegen baldiger flächendeckender DSL-Versorgung, ist der rosa Riese Deutsche Telekom AG im Laufe der vergangenen Jahre immer kleinlauter geworden.

Vor rund zwei Jahren hatte ich erstmals mit dem Gedanken des Umstiegs auf DSL gespielt. Eine Abfrage auf den Internetseiten der Telekom versprach auch die nötige Verfügbarkeit. Also, auf in den Telekomladen und DSL beantragen. Doch, welch eine Enttäuschung, dort wurde konstatiert, dass DSL an meinem Standort nicht verfügbar sei. Die Internetabfrage, so wurde erklärt, sei leider nicht so genau.

Bei meiner letzten Nachfrage im Telekomladen, vor wenigen Wochen, war die Auskunft immer noch negativ. Aber man darf die Hoffnung nie verlieren die DSL-Versorgung, auch für Schopfloch werde kommen, so wurde mir zugesichert. Wann? Fehlanzeige! Das konnte mir nicht beantwortet werden: In zwei Wochen

zwei Monaten zwei Jahren 20 Jahren? Die Telekom ist offensichtlich kein rosaroter Panther, sondern ein gemütlicher, langsamer, schwerfälliger rosa Elefant. Ich denke, ich werde mich dann doch, wie mancher Owener, nach einer Alternative umsehen. Jürgen Kuch Lenningen-Schopfloch, Kornberg

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