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Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

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Man kann sich nurdie Augen reiben

Zum Artikel "Wirtschaft empört über Müntefering", im Teckbotern vom 19. April:

CDU und Arbeitgeber werfen Müntefering vor, mit seiner Arbeitgeberkritik dem Standort Deutschland zu schaden. Dieter Hundt nannte die Äußerung "äußerst schädlich". Man kann sich nur die Augen reiben, gerade Herr Hundt, der wöchentlich immer neue Forderungen zum Abbau von Lohnnebenkosten stellt. "Wir sind die Letzten. Die Letzten." Mit diesem Slogan hat Edmund Stoiber einen ganzen Wahlkampf bestritten. Dass bei uns Kräfte am Werk sind, die vor allem Arbeitnehmer und Rentner einschüchtern wollen, damit wir klaglos eine bittere Pille nach der anderen schlucken und auch noch bezahlen darüber wird nicht geschrieben.

Es ist ja kein Zufall, dass Gesamtmetall, der größte Arbeitgeberverband, pro Jahr zehn Millionen Euro ausgibt, um mit seiner "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" für Einschnitte ins soziale Netz zu trommeln. Vorbereitet werden soll damit, Tarifverträge zu brechen, Löhne zu senken, Arbeitszeiten ohne Bezahlung zu erhöhen, Urlaubstage zu streichen und Überstundenzuschläge nicht mehr zu bezahlen. Der Angriff auf die Renten, auf die Leistungen und die paritätische Finanzierung des Gesundheitssystems erfolgt jetzt gerade. Seit Jahren hat die Politik Deutschland zum bloßen Standort kleingeredet. Die Wertedebatte beschränkte sich darauf, den Wert von niedrigen Steuern und sinkendem Lohnabbau zu beschwören. Unternehmer und ihre Verbände, Politiker der Opposition haben sich besonders hervorgetan, wie man fast jeden Sonntag bei Sabine Christiansen sehen und hören kann. Dabei nimmt das Kapital auf den unternehmerischen Mittelstand so wenig Rücksicht wie auf die Arbeitnehmer.

Zu dieser Entwicklung fragt Heiner Geissler, der frühere Generalsekretär der CDU, in der "Zeit": "Wo bleibt der Aufschrei, wenn große Konzerne gesunde kleinere Firmen aufkaufen, sie zum Zwecke der Marktbereinigung dichtmachen". Geissler schreibt weiter, "die Arbeiter und Gewerkschaften fühlen sich anonymen Mächten ausgeliefert, die von Menschen beherrscht werden, deren Gier nach Geld ihre Hirne zerfrisst."

Michael Eisrich

Lenningen, Bühlstraße

Zum Papstwahlkult

Päpste kommen und Päpste gehen, das ist der Unterschied zu Gottes heiligem Wort, das ewig bestehen bleibt.

Es ist ja durchaus nicht schlecht, einen ethisch-moralischen Führer zu haben, aber die Erlösung des Menschen ist einzig und allein durch Jesus Christus, den Gekreuzigten möglich, der alle unsere Schuld und Sünden auf sich nehmen möchte. Aber hierzu bedarf es des persönlichen Ja-Wortes jedes Einzelnen, der gerettet werden möchte, so wie es in Gottes inspiriertem heiligen Wort der Bibel geschrieben steht.

Also keine Institution Kirche weder katholisch, evangelisch oder freikirchlich wird mich zum Heiligen Vater, dem Schöpfer und Vollender dieser Welt führen können, sondern nur die persönliche Sündenbekenntnis und Buße vor Gott, der uns durch seinen Sohn, Jesus Christus, befreien will aus Satans Händen.

Albert Pflüger

Neidlingen, Gottlieb-Stoll-Straße

Ein Unglück ist nur eine Frage der Zeit

Über die Ausfahrt von der Hahnweide in die Bundesstraße B 297:Muss es an dieser gefährlichen Ausfahrt in die B 297 erst Tote geben, bevor sich die verantwortliche Stelle in der Stadtverwaltung zu einer Entschärfung durchringt?

Immer wieder passieren Unfälle auch mit Schwerverletzten, wie erst dieser Tage. Bei meinen Besuchen der Hahnweide überquere ich diese Ausfahrt jedes Mal mit einem unangenehmen Gefühl im Magen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis an dieser Stelle ein tödlicher Unfall passiert.

Irmgard Lachenmann

Bad Urach, Ostendstraße

Der Austausch kannVorurteile abbauen

Zum Artikel "Landkreis schmiedet Pläne für Projekte in Givatayim und Rama", im Teckboten vom 16. April:Frau Kirsammer unterscheidet in ihrem Artikel zwischen der israelischen Stadt Givatayim und der arabischen Stadt Rama im Norden des Landes. Der geneigte Leser kann daraus folgern, dass der zuletzt genannte Ort eigentlich nicht wirklich zu Israel gehört, sondern vielleicht eher zu den palästinensischen Autonomiegebieten, denn dort wohnen doch die Araber zwischen Mittelmeer und Jordan. Oder aber, dass Rama eine Stadt an der Grenze zu einem arabischen Land ist, in dem Menschen wohnen, die entweder staatenlos oder Bürger arabischer Staaten sind und deshalb vom Staat Israel benachteiligt werden.

Ein Blick auf die Landkarte Israels hilft hier weiter. Rama liegt zirka 25 Kilometer westlich des See Genezareths, also mitten in Nord-Israel dies, selbst unter Berücksichtigung der so genannten international anerkannten Grenzen, welche im Osten des Landes zu weiten Teilen die Waffenstillstandslinien von 1949 sind. Des Weiteren ist anzumerken, dass von den 6,5 Millionen Staatsangehörigen Israels ungefähr 1,2 Millionen der Volksgruppe der Araber zugerechnet werden und zumeist dem moslemischen Glauben angehören. Diese haben, mit Ausnahme der Wehrpflicht, die gleichen israelischen, staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten wie ihre jüdischen Mitbürger. Daher handelt es sich bei Rama um eine israelische Stadt, in der vorwiegend israelische Staatsangehörige moslemischen Glaubens leben.

Die Initiative des Landkreises Esslingen, mit zwei Städten aus Israel eine Partnerschaft zu unterhalten, ist sehr zu begrüßen. Ein reger Austausch trägt dazu bei, gegenseitige Vorurteile und Unkenntnis abzubauen. Auch hilft er, das oftmals durch die unausgewogene Darstellung in den Medien bei uns vorherrschende, negative Bild über Israel zurechtzurücken. Allerdings zeigt sich eine gute Partnerschaft dann, wenn beide Seiten in Schwierigkeiten einander unterstützen. Doch dies war in der Vergangenheit offensichtlich nicht der Fall, denn ansonsten würde der Artikel nicht "Austausch wieder mit Leben füllen" zur Überschrift haben.

Christoph Kullen

Kirchheim, Schafhofweg

Kunstwerke?

Bitte bei der nächsten Stadtputzete den Schrott vor der Kirchheimer Stadtbücherei nicht vergessen.

Liselotte Riek

Kirchheim, Saarstraße

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