Lokales

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Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

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Schönreden der Realität

Zum Artikel "Verfassung auf der Kippe", im Teckboten vom 4. Juni:

Nach Frankreich und den Niederlanden haben sich in einer großen TED-Umfrage auch viele Bürger unseres Landes für ein klares "Nein" zur EU-Verfassung entschieden.

Nachdem die Einführung des Euro in vielen Bereichen des Konsums zu einem Preisangleich an die frühere D-Mark geführt hat und somit zu einem Motorblockierer des so dringend benötigten Binnenmarktes auch Verlust von Arbeitsplätzen geführt hat sind alle im Bundestag vertretenen Parteien gefordert, in existenziellen Fragen für unser Land einem Volksentscheid zuzustimmen.

Eine Bevormundung und Entmündigung eines Volkes trägt einmal mehr die Handschrift brauner Vergangenheit und bedürfen keiner Betonblöcke des Erinnerns, gerade die Bundesrepublik in ihrer geografischen Lage muss sich nach jener Geopolitik richten in der ersten Peripherie zu den osteuropäischen Staaten der Zuwanderung.

Wer diese Realität schönredet "Osterweiterung und Zuwanderung schaffe Arbeitsplätze", bekundet einmal mehr seine Unfähigkeit in Politik und Wirtschaft, die Geschicke zum Wohle des Volkes zu führen.

Die Bundesrepublik Deutschland hat in ihrer Vergangenheit lange Phasen des Wohlstandes mit niedriger Arbeitslosigkeit durchlebt auch ohne des Europas der Gegenwart und Zukunft. Dieser Wirtschaftsstandort Deutschland war stets ein Dorn im Auge der westlich-europäischen Anliegerstaaten wir sind auf dem besten Wege, ihn endgültig zu verlieren.

Ein großes "Merci au peuple francais" aber auch an die staatlichen Institutionen, denen ein "Volksentscheid" als Baustein der Demokratie des Staates bedeutet.

Volker Lechner

Kirchheim, Bosslerstraße

Schwerlastverkehrund Urlaubstermine

Zur Ortschaftsratssitzung am 6. Juni im Ötlinger Rathaus:

Mit großem Interesse ging ich am Montag zur Ortschaftsratssitzung in Ötlingen zu den Bekanntgaben von Beschlüssen und einer Bürgerfragestunde. Angesetzt waren unter Punkt 1: Verkehrsbedingte Emissionen/Lkw-Maut und ihre Auswirkungen. Dieser wurde aber aus zeitlichen Gründen auf Punkt zwei verlegt, wofür ich auch Verständnis habe.

Punkt zwei ging natürlich voll unter, da die Familie fehlte, die in den Ötlinger Geschäften Unterschriftslisten und dazu noch Flugblätter ausgelegt hatte, mit dem Wortlaut: "Schwerlastverkehr durch Ötlingen. Bitte nehmen Sie zahlreich an der Sitzung des Ortschaftsrates am 6. Juni im Rathaus Ötlingen teil. Es wird auch Bürgermeister Rieger anwesend sein."

Meine Frage: Heißt unser Bürgermeister nicht Herr Riemer? Dies sollte doch die so interessierte Familie wissen, und wieso ist sie an einem ihr gewichtigen Termin nicht einmal anwesend? Der Grund: Man ist im Urlaub.

Ich hoffe, dass sich diese Interessengemeinschaft an der Zählung zum Schwerlastverkehr, der von den Städten Kirchheim und Wendlingen durchgeführt wird sehr gerne ohne finanzielle Unterstützung sehr stark beteiligen wird.

Alexander Masarin

Kirchheim-Ötlingen, Zollerstraße

Zusammenwachsenmuss weitergehen

Bis vor wenigen Jahren war der 17. Juni noch ein Feiertag zum Gedenken an unsere Schwestern und Brüdern im "Osten". Hatten sie nicht mit einem Aufstand gegen die Normerhöhung (Arbeitszeiten) und Steigerung der Preise für das Lebensnotwendigste protestiert? Sicher, sie mussten dies teuer bezahlen, doch haben sie eindringlich gegen die Art von Staatskapitalismus die Fäuste erhoben.

Nun sind wir nach einer friedlichen Revolution des Ostens vereint und leben im freien Kapitalismus. Es bleibt zu hoffen, dass nach dieser "Befreiung" nun der Westen und der Osten weiter zusammenwachsen, da die Probleme der Arbeitslosigkeit und sozialen Verarmung die gleichen sind. Vielleicht können wir von unseren "Ossis", von den Enkeln von Marx und Lenin, sogar noch etwas lernen, das uns im real existierenden Kapitalismus seither vorenthalten wurde.

Hoffentlich bis zu den nächsten "freien" Wahlen im September.

Claus Wäschle

Kirchheim, Plochinger Straße

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