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Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

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Lupenreinsicheres Erdgas?

Zu den Wahlen in Russland und dem Artikel "Gasleitung sorgt für Zündstoff" im Teckboten vom 1. Dezember: "Lupenrein", aber alles andere als demokratisch geht es in Russland zu. Vor allem bei Wahlen und bei der Ausübung anderer, verfassungsmäßiger Rechte wie freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit macht die Staatsmacht "lupenrein" brutal kurzen Prozess mit Andersdenkenden. Diffamierungen, Verleumdungen, willkürliche Verhaftungen, Inhaftierungen ohne Gerichtsverfahren und auch unaufgeklärte Gewalttaten, bis hin zu Mord, an lupenreinen Gegnerinnen und Gegnern von Putins "Zarokratie" sind an der Tagesordnung.

Und auch gegenüber seinen Nachbarn übt Russland eine lupenreine Bedrohungspolitik. So wird den Gegnern (Polen und die baltischen Staaten) der geplanten Ost-Gas-Pipeline bei Beibehaltung deren Widerstands mit einer massiven Verschlechterung der bilateralen Beziehungen gedroht. Ein Vokabular wie aus dem überwunden geglaubten "Kalten Krieg". Ein wichtiges Instrument der aktuellen russischen Außenpolitik ist Gazprom, der größte, mehrheitlich staatlich kontrollierte, russische Konzern. Und der neue Geschäftspartner unserer Energieversorger. Schon vergessen? Anfang des Jahres wurde der Ukraine das Gas abgedreht, weil diese nicht ohne Weiteres eine drastische Preiserhöhung hinnehmen wollte. Aber die Gefahr der Nichtbezahlung gibt es bei den westeuropäischen Abnehmern ja nicht. Ex-Kanzler Schröder sorgt als Angestellter von Gazprom dafür, dass politisch alles rund läuft. Und unsere großen Vier geben jede Preiserhöhung mit großem Bedauern an uns Verbraucher weiter.

Sofern die Ankündigung des Gazprom-Vize Medwedew stimmt, müssen wir uns warm anziehen: Wenn der Rohölpreis weiter auf dem aktuellen Niveau bleibt, stehen für 2008 Preissteigerungen für russisches Erdgas in Höhe von bis 60 Prozent an. Und eines steht für mich schon heute lupenrein sicher fest: Weitere Preiserhöhungen werden folgen. Gunther Zizelmann Bulkesweg, Kirchheim

Erst die Kür,dann die Pflicht

Zum Artikel "Verwaltung will in Sport, Bildung und Betreuung investieren" im Teckboten vom 13. Dezember:Die jetzigen Schüler der Limburg-Grundschule werden es wohl wieder nicht miterleben können, bis ihre Turnhalle endlich erneuert wird. Es ist unumstritten, dass der TSV Weilheim dringend eine eigene repräsentative Sporthalle braucht, und es wäre auch dumm, dies bei der jetzigen Förderungs- und Finanzsituation nicht zu bauen. Leider wird diese Halle für den Schulsport nur sehr bedingt nutzbar sein. Für die Grundschüler beider Schulen ist der Weg zum Limburg-Stadion schlicht zu weit und auch für die Haupt- und Realschule höchstens am Nachmittag nutzbar. Darauf hatten im Vorfeld sowohl die Rektoren als auch die Elternvertreter mehrfach hingewiesen.

Die TSV-Halle ist daher eindeutig ein Prestigeprojekt. Zum Pflichtteil der Stadt gehört aber die Erhaltung der schulischen Gebäude. So ringen wir seit Jahren mit der Stadt um eine Erneuerung der Schulsporthalle an der Limburgschule. Die Halle entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen an den Schulsport, die Rettungswege führen durch ein Fenster im vollgestellten Geräteraum, das Dach ist undicht, die Heizung und Isolierung ineffizient, der Zustand der Sanitäranlagen katastrophal. Bei einer so positiven Finanzlage, wie sie sich jetzt für die Stadt Weilheim darstellt, wäre sicher mehr drin gewesen als nur Fassaden zu renovieren. Das bringt den Schülern wenig. Die sitzen nämlich drinnen auf ihren alten Stühlen und an ihren alten Tischen, oder turnen eben in baufälligen Sporthallen.

Daher war immer unser Bestreben, beide Projekte parallel durchzuziehen. So bleibt uns nur, die Zusage für 2010 an die nachfolgenden Schulleiter, Schüler und Elternvertreter der Limburgschule weiterzugeben. Vielleicht erleben sie ja eines Tages den Neubau ihrer Schulsporthalle. Frank M. Hoyer Elternbeiratsvorsitzender Limburg-Grundschule und stellvertretender Gesamt- elternbeiratsvorsitender

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