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Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

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Ein Bärendienst

Zum Artikel "Sie haben eine fatale Entscheidung getroffen Knappe Mehrheit des Lenninger Gremiums lehnte die Einführung einer Ganztagesschule ab", im Teckboten vom 15. September:

Die Mehrheit des Lenninger Gemeinderates hat mit ihrer Entscheidung gegen eine Ganztagesschule dem gesamten Ort einen Bärendienst erwiesen. Ich frage mich, ob an diesen Gemeinderäten die wesentlichen sozialpolitischen Diskussionen dieser Tage völlig vorbeigehen? Das Thema Bildung ist in diesem Zusammenhang nur eines unter vielen. Sinkende Löhne und andererseits steigende Mieten und Lebenshaltungskosten machen es für viele unabdingbar, dass beide Elternteile berufstätig sind, wollen sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sein. Oder sehen unsere Gemeinderäte lieber die Kosten der Sozialhilfe steigen?

Ein mangelndes Kinderbetreuungsangebot ist für viele der Grund kinderlos zu bleiben. Das Ziel der Gemeinderäte kann es aber wohl nicht sein, Lenningens Geburtenrate weiter sinken zu lassen. Die Attraktivität des Ortes wird für junge Familien abnehmen, denn sie werden sich ihren Wohnort zukünftig verstärkt auch unter dem Aspekt der Kinderbetreuungsmöglichkeiten aussuchen. Und noch ein anderer Gesichtspunkt ist nicht zu vernachlässigen: Die heutige Elterngeneration hat so niedrige Renten zu erwarten, dass auch Frauen sich eine hohe Rentenanwartschaft sichern und dazu privat vorsorgen müssen, um vor Altersarmut geschützt zu sein.

Es geht um mehr, als um die Frage von intakten oder nicht intakten Familien, wobei noch zu definieren wäre, was das eigentlich ist. Ich fordere den Lenninger Gemeinderat auf, sich noch einmal mit dem Thema Ganztagesschule differenziert zu befassen. Es steht für die gesamte Gemeinde zu viel auf dem Spiel, auch für jene, die dieses Angebot nicht mehr brauchen, zu welchen auch ich gehöre.

Cornelia Brox

Lenningen, Bachweg

Sparen wir nichtam falschen Ende?

Zum Artikel "Sie haben eine fatale Entscheidung getroffen Knappe Mehrheit des Lenninger Gremiums lehnte die Einführung einer Ganztagesschule ab", im Teckboten vom 15. September:

Wenn Investieren dann doch bitte in die Zukunft unserer Kinder. Vor Monaten hatten wir eine bundesweite Bestürzung nach den miserablen Ergebnissen der Pisastudien. Ausbilder jammern über das schlechte Allgemeinwissen unserer Jugend, selbst die Rechtschreibkenntnisse wurden stark bemängelt. Wir müssen somit leider unser gesamtes Bildungssystem in Frage stellen.

Wenn wir unsere europäischen Nachbarn anschauen, haben diese auf Grund ihrer besseren Ergebnisse wohl schneller reagiert als wir Deutschen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist der Weg zu Ganztagesschulen unausweichlich. Das Wissen ist unser wichtigstes Gut, um unseren Kindern Perspektiven zu schenken. In einer solch wirtschaftlich schwierigen Zeit ist es das falsche Signal, eine Ganztagsschule komplett abzulehnen.

Wir bitten hiermit den Gemeinderat, seine Ablehnung nochmals zu überdenken.

Sandra und Rainer Hoffelner, Birgit und Friedrich Fiegenbaum, Annegret Führinger und Andreas Rögner, Helga und Joseph Führinger, Manuela und Roland Schilling, Stephanie und Hans-Jörg Baumann, Ruth Baumann, Bärbel und Uwe Gabler, Cornelia und Rainer Riepert, Christine und Harry Schilling, Christel und Roland Bächle, Heike und Hans-Martin Reichle, alle Lenningen