Lokales

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Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

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Wirtschaftlichkeitsteht im Blickpunkt

Zum Artikel "Landesförderung kein Maßstab für Kliniken", im Teckboten vom 10. Januar:

Mehr (liberaler) Wettbewerb im Gesundheitswesen ist richtig und wichtig. Doch die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen führen zu seltsamen Ergebnissen. Nicht mehr die beste medizinische Qualität, nach der Kunden im freien Wettbewerb wählen würden, sondern die Wirtschaftlichkeit eines Krankenhauses steht im Blickpunkt. So kommt es zu der Situation, dass in gut vergüteten Bereichen Leistungen zum Überangebot führen, in anderen Bereichen hingegen ein Abbau stattfindet.

Das Klinikum Kirchheim-Nürtingen beschafft also, gegen den Rat der Förderbehörden und der Leistungsträger, einen Linksherzkathetermessplatz. Es investiert in einem Bereich, in dem im Kreis bereits seit längerem etablierte und bedarfsgerechte Schwerpunktkliniken bestehen. Diese riskante Entscheidung hinsichtlich unsicherer Vergütungssituation zu treffen, um einen internistischen Chefarzt von außen ans wirtschaftlich angeschlagene Haus zu bekommen, würde sich ein mit privatem Geld haftender Unternehmer wohl kaum getrauen. Dass die Krankenkassen nun zur Rückkehr auf medizinisch und wirtschaftlich vernünftige Handlungsweisen drängen, ist zu begrüßen.

Schwerpunktbildung und Kooperation sind das Gebot für die bestmögliche medizinische Versorgung der Bevölkerung zu nachhaltig leistbaren Preisen. So sehr man als Kirchheimer Bürger und Kreisrat dem Lokalpatriotismus frönen mag: Geld, das hier mit vollen Händen verbraten wird, ist Geld aus den Taschen der Bürgerinnen und Bürger. Es handelt sich um Steuergelder und Versichertenbeiträge. Dessen sollten sich die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung stets bewusst sein.

Solange das Klinikum Kirchheim-Nürtingen Herzpatienten noch am Städtischen Krankenhaus Esslingen und am Paracelsus-Krankenhaus Ruit vorbei in andere Landkreise transportieren lässt, um dort die Behandlung am Linksherzkathetermessplatz zu üben, scheint an medizinischen und wirtschaftlichen Argumenten einiges recht konstruiert. Verantwortungsbewusstes (liberales) Handeln sieht anders aus.

Albrecht Braun

Kirchheim, Stuttgarter Straße

Genugtuungund Freude

Zum Artikel "Saubermänner", im Teckboten vom 2. Januar:

Mit Genugtuung und Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass die Mitglieder einer türkischen Organisation religiösen Ursprungs in Mannheim und auch in Kirchheim sich für Neujahr der Reste der Knallerei vom Vorabend angenommen und sie weggeräumt haben. Doch warum nicht auch Deutsche? Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass jüngere Mitglieder verschiedener Vereine ebenfalls zu Beginn des neuen Jahres zu Sack und Schaufel greifen und Aufräumarbeiten leisten.

Wenn ich in den vergangenen Tagen durch unser schönes Weilheim ging, sah ich mit Grausen, was da alles auf der Straße lag. Vor allem sollten sich die Leute angesprochen fühlen, die zu Silvester nicht umhin konnten, um sich zu ballern und gutes Geld in die Luft zu schießen. Doch diese Wunschvorstellung bleibt sicher Utopie. Helga Girzig Weilheim, Brennergasse

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