Lokales

Die Redaktion nimmt eine sachliche ...

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

Anzeige

Der Euro lässt grüßen

Zum Artikel "Kein heimlicher Türöffner für Geschäftsflieger Nein zum Sonderlandeplatz Hahnweide", im Teckbote vom 16. November:

Die Bildunterschrift sagte alles: "Das Genehmigungsverfahren" (für Starts und Landungen von Motorflugzeugen) "soll nun durch den Status Sonderlandeplatz vereinfacht werden." Das bedeutet, dass der Flugplatzbetreiber Vereinsmitgliedern (von acht Vereinen und einer Motorflugschule) sowie auf Anfrage auch Besuchern Starts und Landungen mit motorgetriebenen Flugzeugen genehmigen kann.

Jede Flugbewegung spült so ordentlich Euros in die Kasse des Betreibers, und das im wahrsten Sinne des Wortes, über die Köpfe der Bevölkerung hinweg. Ich fordere die Gemeinderäte aller betroffenen Gemeinden auf, die Aufwertung des Segelfluggeländes zum Sonderlandeplatz für Motorflieger abzulehnen. Dieser Appell richtet sich insbesondere an den Gemeinderat der Stadt Kirchheim, denn die Stadt ist Eigentümerin des Segelfluggeländes.

Es gibt kein öffentliches Interesse für eine "Aufwertung" des Platzes. Die überwältigende Mehrheit der hier lebenden Menschen hat nichts von einem Sonderlandeplatz für Motorflugzeuge außer sehr viel Lärm.

Wer sich nicht vorstellen kann, wie die Entwicklung hier verlaufen kann, tut gut daran, wenn er sich ein Beispiel aus der Gegenwart vor Augen hält. Die Gemeinde Jesenwang (20 Kilometer vor München) hatte auch einen Segelflugplatz. Aber das war einmal. Dieser wurde 1984 "aufgewertet" und erhielt den Status "Sonderlandeplatz"; mit dem Ergebnis, dass hier über 40 000 (in Worten vierzigtausend) Flugbewegungen im Jahr stattfanden. Man muss kein Genie sein, um auszurechnen, was das Woche für Woche bedeutet. Langfristig sehe ich hier auch die Existenz der Segelflieger gefährdet, und das wäre ein herber Verlust für die Teckstädter und ihre Besucher. Mit Motorflugzeugen lassen sich eben mehr Starts und Landungen durchführen. Der Euro lässt grüßen.

Achim Hahn

Pfaffenhalde, Kirchheim

Nicht kommerziellenInteressen opfern

Zum Artikel "Ladenschluss / Im Advent kein Sonntagsverkauf", im Teckboten vom 29. November:

Der Sonntag als Tag des Gottesdienstes, der Arbeitsruhe, der seelischen Erhebung und als Tag der Familien darf nicht kommerziellen Interessen zum Opfer fallen. Die Synode der evangelischen Landeskirche von Württemberg und die Landtagsfraktion der CDU erheben zu Recht ihre Stimme. Der gezielte Versuch der Aushöhlung der grundgesetzlichen Garantie der allgemeinen Sonntagsruhe widerspricht dem Geist des Sonn- und Feiertagsschutzes in massiver Weise.

Die Tatsache, dass die gesetzliche Regelung der Ladenöffnungszeiten seit Juli dieses Jahres in den Kompetenzbereich der Länder fällt, darf nicht mit einer generellen Freigabe der Öffnungszeiten auch an Sonn- und Feiertagen verwechselt werden. Der Advent als die traditionelle Zeit für Familie, Besinnung und Einkehr sowie die Vorbereitung auf Weihnachten soll offensichtlich einem noch grenzenloseren Konsumrausch geopfert werden. Die Respektlosigkeit macht nunmehr noch nicht einmal vor den Adventssonntagen halt.

Apostolos Milionis

Bleicherwiesen, Kirchheim

Solche Kunst brauchen wir

Zum Artikel "Manche Perspektiven eröffnen sich erst durch das Fernglas", im Teckboten vom 22. November:

Im Artikel "Manche Perspektiven eröffnen sich erst durchs Fernglas" wurde Regine Sigels meditative Textilkunst zu wenig gewürdigt.

Freilich, die Tiefe ihrer Objekte lassen sich nicht über Außenschau (Perspektive durchs Fernglas), sondern mehr über Innenschau erahnen. Wunderbar im Aus- und Eindruck die Filzobjekte, deren nährendes Rot aus der Krappwurzel stammt. Die "Wächter" (warum nicht Wächterin?) in ihrer kraftvollen Sichel-Symbolik (Symbol der Zeit /des Todes aber auch der Hoffnung auf Erneuerung) sind mir unvergesslich.

Eine solche Kunst brauchen wir notwendig.

Katharina Pelzer

Ohmden, Haldenweg

Ein klares Eigentor

Zum Leserbrief "Ein großes Lob für die Post", im Teckboten vom 27. November:

Meine ironisch verkleidete Rüge an der Post, betreff des "verschwundenen" Briefkastens in der Dettinger Straße war falsch.

Meine Betriebsblindheit ließ es mich übersehen, dass der besagte Briefkasten nur umgezogen ist und zwar zu einem deutlich günstigeren Platz, nur wenige Schritte vom alten entfernt. Musste ich mich bisher hinter parkenden Autos vorbeizwängen, kann ich jetzt meine Briefe ohne Verrenkungen einwerfen. Daher jetzt ein diesmal ernst gemeintes Danke an die Post.

Traugott Koser

Färberstraße, Kirchheim