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Die Sache ist noch nicht entschieden

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Zum Artikel "Kirche setzt auf sinnvolle Synergieeffekte", im Teckboten vom 22. November:Die sieben selbstständigen evangelischen Kirchengemeinden sollen zu einer verschmolzen werden, um "das Überleben in Kirchheim zu sichern". Diese These habe ich in kircheninternen Sitzungen und Abstimmungen nie geteilt und heftig widersprochen. Im Engeren Rat, dem höchsten Gremium der Gesamtkirchengemeinde, habe ich immer die Erfordernisse des Ganzen gesehen und nicht nur auf meine Heimatgemeinde bezogen gehandelt.

Nicht ohne Grund haben die Väter des Grundgesetzes für unseren Staat die Form eines dezentralen Bundesstaates und nicht eines Zentralstaates gewählt, der nun behutsam reformiert, aber nicht abgeschafft werden soll, wie in der evangelischen Kirche der Teckstadt geplant. Natürlich sind zentrale Strukturen leichter zu führen und zu beherrschen wenn Machtkonzentration Motiv und Absicht dieser "Reform" ist, wäre sie in der Tat angebracht. Entscheidungsfähig und kompetent ist die bisherige dezentrale Struktur aber allemal, auch in der Zukunft.

Vor Ort in den sieben Gemeinden würde sich nämlich, im Gegensatz zum Teckboten-Bericht, ganz entscheidendes ändern: Die Teilgemeinden künftig Seelsorgebezirke genannt müssten sich selbst auflösen und ihre seitherigen Kirchengemeinderäte abschaffen. Die neuen "Parocchieausschüsse" wären nur noch für interne Fragen zuständig zum Beispiel nicht mehr für die Besetzung vakanter Pfarrstellen.

Die große Gefahr besteht nun meines Erachtens darin, dass durch Verlust an "Heimatgefühl" das Engagement der seither aktiven Gemeindeglieder nachlässt oder wegfällt. Wenn in dem Artikel steht: "Es gibt nur diesen Weg, ein Plan für den Notfall existiert nicht", dann ist dies zwar plakativ ausgedrückt, aber in der Politik gibt es fast immer Alternativen und die Verantwortlichen dürfen sich nie selbst in eine ausweglose Sackgasse manövrieren. Aus eigener Erfahrung heraus weiß ich, dass die seitherige dezentrale Struktur der evangelischen Kirche in unserer Stadt gut funktioniert und nicht geopfert werden sollte. Ich persönlich kann dieser "Reform" nicht zustimmen.

Helmut Zizelmann

Kirchengemeinderat in der

Thomas-Kirchen- Gemeinde

Kirchheim, Bulkesweg

Der Staat schaut derMaut nur hinterher

Zum Artikel "Lokale Agenda stellt die Ergebnisse der Zählung auf der B 465 vor Keine Mautpreller, dafür insgesamt mehr Verkehr", im Teckboten vom 17. November:

Die fast positive Beurteilung der Ergebnisauswertung der Lkw-Zählung auf der B 465 verwundert mich nicht nur sehr, sondern ärgert mich auch maßlos. Für mich seit Jahren täglich auf der B 465 zwischen Lenningen und Kirchheim unterwegs und zudem noch Anwohner ist eindeutig erkennbar, dass der Schwerlastverkehr seit Einführung der Lkw-Maut extrem stark zugenommen hat. Aussagekräftig genug sind schon allein die vielen fremden sowie auch ausländischen Kennzeichen. Sehr wohl sind auch Schotterfahrzeuge von anderen zu unterscheiden.

Im Übrigen, wenn im Jahre 2000 an der Schlatterhöhe 162 Lkw und jetzt 766 Lkw die in Richtung Gutenberger Steige fahren gezählt wurden, ist das nach meiner Berechnung eine enorme Steigerung von 373 Prozent. Es kann doch nicht sein, dass diese Situation mit dem Argument der Verkehr habe allgemein zugenommen und es gibt nur wenige Mautpreller abgetan wird.

Mautpreller kassieren schön brav nach Verordnung bei ihren Kunden die Maut ab, fahren dann auf Abwegen über Land, um zu sparen und unser maroder Staat schaut seinen Einnahmen im wahrsten Sinne des Wortes hinterher.

Die Gemeinde Lenningen bekommt immer neue Auflagen im Bereich Naturschutz, die sie zu erfüllen hat, und dann nimmt man es einfach so hin, dass Tag für Tag immer mehr Brummis die B 465 als Ausweichroute zur A 8 benützen und durch unser schönes Lenninger Tal donnern.

Inge Boßler

Oberlenningen,

Gutenberger Straße

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.