Lokales

Die Schicht beginnt morgens um 4

Während sich die Schulkinder über den unablässigen Nachschub an weißen Flocken in den vergangenen Tagen gefreut haben, bedeutete dies für die Bauhofteams aus Kirchheim und Umgebung jede Menge Arbeit und große Einsatzbereitschaft.

KIRCHHEIM Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baubetriebsamtes in Kirchheim und des Bauhofs in Nabern sind derzeit ebenso wie die Kollegen rundum in den Gemeinden viele Stunden am Tag im Einsatz beim Winterdienst. Im Spannungsfeld zwischen den Anforderungen der Verkehrssicherheit, der Leistungsfähigkeit der Straßen, des Umweltschutzes und der Wirtschaftlichkeit sorgen sie unermüdlich dafür, dass der Verkehr auch unter erschwerten Bedingungen weiterfließen kann.

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In der Regel beginnen in Kirchheim pro Winterdienstschicht eine Frau und zwanzig Männer um 4 Uhr mit ihrem Einsatz. Dieser geht bis 20 Uhr und zwar an sieben Tagen in der Woche. Beim starken Schneefall, wie etwa vor zwei Tagen, dauerte der Einsatz noch länger, und zwar von 3.30 bis 22.30 Uhr.

Eingesetzt werden dabei drei große Lkw und drei Schlepper, jeweils mit Pflug und Streubehälter. Weiterhin sind die Mitarbeiter für die Handräumung mit insgesamt zehn Kleinlieferwagen unterwegs. Pro Schicht werden rund 40 Tonnen Salz und 5 000 Liter Sole sowie zehn Tonnen Splitt verbraucht.

Der Einsatz von Sole reduziert mit Hilfe einer modernen Lager- und Dosiertechnik die auszubringende Streumenge beim Salz von früher 40 Gramm pro Quadratmeter auf heute 10 bis 20 Gramm pro Quadratmeter. Kirchheims Bürgermeister Günter Riemer beurteilt diese technische Weiterentwicklung als wichtigen Bestandteil und die richtige Investition im Hinblick auf das umweltschonendste Verfahren bei gleichzeitiger Freihaltung der wichtigen Verkehrswege.

Die Einsatzleitung für den Winterdienst liegt beim städtischen Tiefbauamt. Bei entsprechender Wetterlage ist hier rund um die Uhr ein Bereitschaftsdienst eingeteilt, der entsprechend der Schneelage die Einsätze steuert.

pm