Lokales

Die Schlaglochpiste wird auf Vordermann gebracht

In der Unteren Steinstraße reiht sich Schlagloch an Schlagloch. Da die Straße eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zur Innenstadt sowie ein vielbegangener Schulweg ist und außerdem den Zugang zum Alten Friedhof darstellt, soll sie jetzt auf Vordermann gebracht werden.

IRENE STRIFLER

Anzeige

KIRCHHEIM Die Baumaßnahme betrifft neben der Unteren Steinstraße zwischen der Schlierbacher Straße und dem Alten Friedhof auch die Herdfeldstraße und steht im Zusammenhang mit Wasserleitungssanierungen. Wichtigste Neuerung ist die Anlage eines Gehwegs in der Unteren Steinstraße, der künftig Passanten mehr Sicherheit bieten soll.

Die Neuplanung im alten Quartier stellt den Anlass dar, Schluss zu machen mit einer Gewohnheit, die sich im Laufe der Jahre eingeschlichen hat: Ein gutes Dutzend Autos parkt regelmäßig in der Unteren Steinstraße zwischen der Einmündung Herdfeldstraße und Schlierbacher Straße. Nach Auskunft der Anlieger handelt es sich überwiegend um Menschen, die in der Innenstadt beschäftigt sind. Der Bebauungsplan von 1984 sieht dort allerdings gar keine Parkplätze vor. Eine Beibehaltung dieser Gewohnheiten würde daher eine Planänderung erforderlich machen.

"Für den Erhalt der Parkplätze besteht keine Notwendigkeit", nannte Geschäftskreisleiter Martin Zimmert im Technischen Ausschuss das entscheidende Argument und verwies auf den einen Steinwurf weiter gelegenen Großparkplatz Ziegelwasen. Spaßeshalber rechnete er vor, dass ein Fußgänger bei einer Gehgeschwindigkeit von 0,8 Metern pro Sekunde mit einem Anmarsch vom Ziegelwasen aus so gut wie keine Zeit verliert gegenüber einem Autofahrer, der in der Unteren Steinstraße einparkt. Auch in der Herdfeldstraße sollen keine Senkrechtstellplätze angelegt werden, um die öffentliche Grünfläche und die stadtbildprägenden Kastanien zu schonen. Geplant ist, an der Unteren Steinstraße weiterhin Parken zuzulassen, aber wie in der Herdfeldstraße auch längs zur Straße. Auf diese Weise bleibt die öffentliche Grünfläche unangetastet, die Zahl der Stellplätze reduziert sich etwas.

Die Planung lobten Vertreter aller Fraktionen. Albert Kahle (FDP/Kibü) wollte jedoch eine Lanze für eine größere Zahl an Parkplätzen brechen. Bei zwei Enthaltungen stimmte das Gremium dem Vorschlag der Verwaltung zu. Vor dem Ausbau müssen noch Grundstücksverhandlungen zum Erwerb, Verkauf oder Tausch einzelner Grundstücke durchgeführt werden. Erst dann können die Arbeiten ausgeschrieben werden. Ein Gedankenaustausch mit Anliegern fand bereits statt.