Lokales

Die Schöpfung bewahren

Die Urlaubszeit ist für viele auch für mich Lesezeit. Ich lese gerade den dicken Roman von Frank Schätzing "Der Schwarm". Spannend bisweilen leider etwas zu wissenschaftlich und zu ausführlich wird darin beschrieben, was uns passieren könnte, wenn wir weiter unsere Umwelt verschmutzen, wenn wir unseren Dreck in die Meere kippen, wenn wir nicht im Einklang mit der Natur leben. Klar, das ist ein Roman eine Fiktion , aber er macht eindrücklich darauf aufmerksam, dass wir verantwortlich sind für unsere Mitwelt.

Bewahrung der Schöpfung, oder achtsam sein mit der Schöpfung, mit anderen, aber auch mit sich selbst heißt das in anderen Worten.

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Dass die Welt ganz vielfältig, dass die Schöpfung schön ist, das erleben viele immer wieder ganz besonders im Urlaub. Viele kommen ins Staunen im Flugzeug sieht die Welt plötzlich anders aus herrlich die Berge, die Städte, die Flüsse und Seen oder die Wolken von oben zu sehen. Die Sorgen und Nöte, die Probleme sind plötzlich klein und weit weg. Reinhard May hat das eindrucksvoll treffend in seinem Lied "Über den Wolken" beschrieben. Mancher Zwist, mancher Steit, manche Wertigkeit verschiebt sich. Vielleicht sollten wir öfter abheben und unser Leben aus einer anderen Perspektive ansehen.

Auf dem Gipfel eines Berges auszuruhen und nach den Strapazen des Aufstiegs den Blick, die Ruhe, die frische Luft genießen und merken, wie wenig man doch eigentlich braucht. Oder beim Schwimmen im See, oder im Meer das Wasser um sich spüren, wie es uns trägt, wie es uns erfrischt und belebt und beim Tauchen herrliche Fische, Korallen oder die Unterwasserlandschaft zu erforschen.

Die Vielfalt der Welt und die Schönheit der Schöpfung zu spüren geht aber auch auf ganz andere Art. Durch die kulinarischen Genüsse anderer Länder und Gegenden.

Und eigentlich brauchten wir, um die Schönheit der Schöpfung wahrzunehmen, gar nicht so weit weg zu fahren. Auch bei uns gibt es herrliche Blumen, Bäche, Seen, Berge und Städte, oder kulinarische Köstlichkeiten. Wir müssten diese nur mit anderen Augen sehen.

Ich glaube es lohnt sich, diese Schönheit zu bewahren. Vielleicht verhilft uns der Urlaub, vielleicht verhelfen uns die Ferien dazu, dafür einen neuen Blick zu bekommen wie schön unsere Welt ist und wie wichtig es ist, die Schöpfung zu bewahren. Dass nicht doch eines Tages ein Schwarm uns Menschen bedroht, weil wir die Welt bedrohen.

Schönen Urlaub, schöne Ferien Georg Hug, Diakon, katholische Kirchengemeinde St. Ulrich, Kirchheim