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Die Sibyllenspur. Von der besonders guten ...

Die Sibyllenspur. Von der besonders guten Sichtbarkeit der Sibyllenspur in diesem Jahr konnte sich eine Gruppe der Neidlinger Landfrauen überzeugen. Vom Aussichtspunkt Hohenbol aus bot sich im Juli ein prächtiger Blick auf die im Lautertal zwischen Dettingen und Owen verlaufenden parallelen Linien, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit der sagenhaften Sibylle von der Teck verbunden und als Hinterlassenschaft ihrer Fahrt durch die Lüfte mit ihrem feurigen, von Katzen gezogenen Wagen erklärt wurden. Durch die archäologischen Untersuchungen der Jahre 1976 und 1982 konnte nachgewiesen werden, dass die lange Zeit rätselhaften, wie mit dem Lineal gezogenen Linien auf eine durch Gräben befestigte Grenze der Römerzeit zurückgehen. Die Gräben stellen Feuchtespeicher dar und bieten für die Pflanzen, unter anderem das Getreide, beste Wuchsbedingungen. Das unterschiedliche Höhenwachstum lässt sich jedoch nur aus größter Höhe erkennen. Mit dem Einbringen der Ernte ist von der Spur nichts mehr zu sehen.

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